Full text: Die Theorie der produktiven Kräfte in Lists "nationalem System der politischen Ökonomie"

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35 mir, den verschiedenen Richtungen des nationalökonomischen 
Denkens erst dann gerecht, wenn wir uns gewöhnen, zwei Na- 
Honalökonomien zu unterscheiden. Eine statisch-mechanische 
Tausch-lehre und eine dynamische Produktionslehre, deren eine das 
Wirtschaftsleben als einen Zustand, die andere es als einen Prozeß 
betrachtet.“ In List, Carey und Dühring sieht Sombart eine Fort- 
setzung der Merkantilisten, sieht er Vertreter jener dynamischen 
Produktionstheorie, die noch kein ausgebildetes System wie die 
Klassiker besitzt. . 
Zu den Ausführungen Sombarts haben wir nichts zu bemerken. 
Sie befassen sich nicht mit Einzelheiten des Listschen Systems 
und bilden im ganzen keinen sehr wesentlichen Fortschritt zu 
den Ausführungen Dührings. Bis auf unerhebliche Einzelheiten 
stimmen unsere Arisichten mit denen Sombarts über. Lists Stellung 
in der Geschichte der Nationalökonomie überein. 7 
IL Teil. 
S 1. 
Die wichtigsten kritischen Aeußerungen, sofern sie sich mıt der 
Theorie der produktiven Kräfte befaßt haben, haben wir berück- 
sichtigt. Es bleibt uns die Frage zu beantworten, welche Stellung 
aimmt List nach unserer Auffassung innerhalb der Nationalöko- 
nomie ein, in was liegt die Bedeutung der Listschen Theorie und 
was sind ihre Schwächen. 
Auf Einzelheiten der Theorie nochmals einzugehen, ist bei 
der bereits vorgenommenen genauen Besprechung der von uns 
ıbweichenden Ansichten — wie wir glauben—nicht mehr erforderlich. 
Als List seine Laufbahn als Nationalökonom begann, fand er 
aine Nationalökonomie vor, die ein völlig durchgearbeitetes System 
besaß, ein System, das bis heute die Theorie beeinflußt hat, das 
System der Klassiker. 
Das klassische System beginnt mit Adam Smith, der, wie 
Sombart in seinem „Kapitalismus“ sagt, gleichsam den Uebergang 
zwischen Merkantilisten und der klassischen Schule bildet. Smiths 
Werk heißt noch „inquiry into the causes and nature of the 
wealth of nations“. Aber der Ursache des Reichtums widmet er 
aur wenig ‚Aufmerksamkeit. Er beschäftigt sich zwar noch mit 
Produktionsprohlemen, aber der Schwerpunkt seiner Oekonomie 
liegt doch schon wie bei allen späteren Klassikern, im Verteilungs- 
problem. Der Wert der zum Markt gebrachten und für den Markt 
produzierten Güter, die Bestandteile, aus denen sich das Ein- 
kommen eines Volkes zusammensetzt, das sind die Probleme, die 
Adam Smith und: seine Nachfolger beschäftigen. Dabei sehen wir, 
daß, wenn A. Smith zu einer Formulierung seiner Begriffe gelangt, 
er im Gegensatz zu List immer eine im labilen Gleichgewicht 
ruhende Gesellschaft voraussetzt, daß, wenn er z.B. von Pro- 
duktion spricht, er alle Sachbedingungen als gegeben annimmt,
	        
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