Full text : Wirtschaft als Leben

Ausblicke,  I.

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selber.  Und  wirklich  ist  es  noch  der  „Gerinnung“  fähig.  Wenn  man
z.  B.  sagt:  „Zu  allen  Zeiten  hat  sich  das  Deutsche  Reich  als  ein  Hüter
des  Weltfriedens  bewährt“,  dann  ist  hier  Geschehen  jener  eigentümlichen ­
  Art  zuständlich  erfaßt.  Der  Zustand  verbirgt  sich  hier  im
„Hüten“,  das  offenbar  nur  in  einem  steten  Wandel  des  „hütenden
Geschehens  möglich  ist;  aber  die  Entwicklung  in  der  Richtung  eines
„Preisgebens“  wird  hier  im  selben  Laufe  verneint,
Erlebt,  in  jenem  ernsten,  für  unser  Denken  ruhsamen  Sinne,  ist
dieses  eigentümliche  Geschehen  aufs  Haar  so  wenig,  wie  das  Zuständliche
  Gebilde,  dem  es  zugeschoben  wird.  Es  ist  abermals  eine
denkende  Umformung  von  Erlebtem;  nur  wieder  anderer  Art.
Einen  greifbaren  Fall  ihres  Herganges  führe  ich  im  rohen  Schattenriß
vor-  Inmitten  eines  Zuständlichen  Gebildes,  denken  wir  gleich  an  einen
„Staat“,  drängt  sich  eine  wimmelnde  Menge  erlebten  Geschehens  durch
den  Engpaß  weniger  Handlungen;  an  denen  verdichten  sich  einfach
<Ee  vielgearteten  Zusammenhänge  des  nachdrängenden  Geschehens.
fasst  nun  unser  Denken  zu  und  ballt  auch  diese  Handlungen  noch
zu  einem  schlichten  Geschehen  zusammen,  das  nunmehr  aus  dem
Zuständlichen  Gebilde  ausfließt.  Auch  hier  ist  also  persönliches
Handeln,  unmittelbar  jene  wenigen  Handlungen,  mittelbar  das  Gedränge
hinterher,  in  einer  eigenen  Art  entpersönlicht  worden.  Unser
Denken  braucht  aber  nur  schärfer  hinzublicken,  und  dann  kommt  schon
der  Vorstellung  nach,  für  die  Forschung  aber  greifbar  in  „Tatsachen“,
das  erlebte  Geschehen  auf  Kosten  dieser  Umformung  zu  seinem  Rechte;
es  entwindet  sich  der  letzteren.  Beim  Lösen  der  gedanklichen  Umschnürung ­
  fällt  dieses  Geschehen  zu  lauter  Handlungen  auseinander,
die  nur  i n  einer  ganz  besonderen  Weise  verknotet  und  determiniert
erscheinen.  Namentlich  fallen  hier  die  „Rechtsverhältnisse“  in  Betracht,
di e  aber  nicht

die  Auferstehung  wohl
die  „entladenden“  bezeichnen  kann

minder  im  Spiel  des  Geschehens  und  seiner  Deter
minanten  auflösbar  sind.  Am  ehesten  blüht
jenen  Handlungen,  die  man  als  .  ,
und  die  gleichsam  die  Platzhalter  jenes  eigentümlichen  Geschehens
slQ d:  die  „Haupt-  und  Staatsaktionen“.  Das  nachdrangende,  den  Zusammenhang ­
  gleichsam  „spannende“  Geschehen  aber  das  mit  seiner
dichtesten  Partie  im  Alltag  umherwimmelt,  bleibt  vielleicht  überhaupt
uur  im  Sinne  von  Zustand  und  Entwicklung  erfaßbar.  Je  deutlicher
nun  »  D  ’•
je  mehr

Aktionen
mehr

dieser  Schattenriß  mit  dem  Geschehen  „draußen“  harmoniert,
^  es  uns  erfaßbar  scheint,  daß  hinter  den  „Haupt-  und  Staatsa

 * s  dem  Geschobenen,  der  Alltag  das  Schiebende  sei,  desto
Politik“ ind  W ' f  ZU  der  kürzenden  Aussage  verleitet,  daß  in  der  „Hohen
das  „Wirtschaftliche“  zur  Geltung  käme.  Ich  kann  es  hier
            
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