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ı. die Verschiedenheit des Arbeitsopfers: gleiche Arbeitserfolge
können auf ganz verschieden großem und verschieden
geartetem Aufwand von Arbeitskraft beruhen. Was entscheidet
überhaupt über das Arbeitsopfer?
„Wie will man die Arbeit eines Weichenstellers schätzen? Bei derlei
kein greifbares Prcdukt hinterlassenden und deshalb nach ihren Wirkungen
anermeßbaren Arbeiten wird man. .sagen: je nach der (Sonnen-) Zeit,
die Du arbeitest, wirst Du bezahlt. Höchstens wird man hier ein paar Arbeitsintensitätsabstufungen
in Erwägung ziehen können‘‘ (Adler, S. 68), den
Verbrauch „verschiedener Quantitäten Nerven- und Muskelstoff
bei gleicher mittlerer Anstrengung in derselben Sonnenzeit“ (Dietzel).
Die Berechnung des physischen Aufwandes wäre durch
die Feststellung des Grades der Unlustfärbung zu ergänzen,
welchen das Einheitsmaß einer jeden Arbeit für den Seelenzustand
des Arbeiters mit sich bringt.
Adler hält es für nicht ausgeschlossen, die „qualitativ verschiedenen
Arbeiten bloß in ihre Unlustmomente aufzulösen‘‘ und danach die Arbeiten
„wirklich auf eine Einheit reduzieren zu können‘ (S. 68). Wie berücksichtigt
er dann aber die individuell mannigfaltigen Temperamente
und den Augenblickswechsel der Stimmungen? Die geringen
Erfolge der neueren Experimentalpsychologie zeigen deutlich, wie weit wir
von einer irgendwie zuverlässigen „Psychometrie‘“ entfernt sind.
2, die Verschiedenheit des Arbeitserfolges. Diese wieder
kann sich darstellen
a) als persönliche und sachliche Ungleichheit des
Arbeitsergebnisses bei gleichem Aufwand: dank der verschiedenen
Befähigung der Arbeiter ergibt das gleiche Arbeitsopfer die
mannigfaltigsten Erfolge. (Von der Frage der Ausbildung soll
abgesehen werden, da hier eine weitgehende Berichtigung durch
gesellschaftliche Maßnahmen nicht ausgeschlossen ist.) Andererseits
wieder läßt die Eigenart mancher Dienste gerade wieder eine
Betätigung besonderer Geschicklichkeit oder Begabung oder Ausdauer,
ja selbst eine Steigerung des Arbeitsopfers nicht zu:
„Angenommen, Weichensteller und Weber konsumieren gleiche
Lebenskraft in einem zehnstündigen Normalarbeitstage, so bekommt der
Weichensteller doch jahraus jahrein den gleichen Lohn für gleiches Normal
werk, während der Weber imstande ist, sein Einkommen durch überdurchschnittliche
Anstrengung oder überdurchschnittliche individuelle Begabung
zu erhöhen‘ (Dietzel, Rodbertus, II, S. 113).
Vielfach besteht überhaupt völlige Unmöglichkeit, die Arbeitserfolge
zahlenmäßig miteinander in Verbindung zu bringen: „Es
ist unmöglich, eine Norm zu finden. welche z. B. das „Produkt“