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Getreidebau 1458411000 Rubel
Pflanzenbau 384096000 »
Viehzucht 762400000 »
Andere Zweige der Landwirtschaft . . . 133400000 a
2738300000 Rubel
Versuchen wir nun den Anteil der Gutsbesitzer und den der
Bauern festzustellen. Im Jahre 1900 betrug die Bodenfläche für
die 16 wichtigsten Getreide- und Pflanzenarten 71 276871 Deßjätinen.
Dabei entfiel auf
Bäuerliches Anteil- (Nadjel-) Land . . . 49720641 Deßjätinen
Privat- und Fiskusbesitz 21556230 »
Ein Teil der privatbesitzlichen Ländereien ist von den Bauern
gekauft, ein anderer gepachtet. Im Jahre 1900 pachteten die Bauern
bei den Gutsbesitzern und beim Fiskus insgesamt 19507000 Deß
jätinen; nach den Angaben von 1881 wurden 52,2 °/o des gepach
teten Landes als Aussaatfläche benutzt. Nach den statistischen
Daten von 1905 glich die Gesamtzahl des von den Kleinbauern
gekauften Landes (bis 20 Deßjätinen pro Familie) 13714937 Deß
jätinen. Nehmen wir an, daß auf den gekauften Ländereien der
Prozentsatz der Aussaat die Hälfte desjenigen auf dem »Nadjel-
boden« ausmacht, so verteilt sich die Aussaatfläche folgendermaßen:
Bäuerliche Wirtschaft 49721000 Deßjätinen Aussaat
Auf den gekauften Ländereien . . 2743000 » »
» » gepachteten Ländereien . . 10183000 » »
Zusammen 62647000 Deßjätinen Aussaat
In den gutsbesitzlichen Wirtschaften . 8630000 » »
Den privatbesitzlichen Wirtschaften gehört folglich nur 12,1 °/o
der ganzen Aussaat. Da die Ernte bei den Gutsbesitzern um 20°/o
reicher ist als diejenige der Bauern, so beträgt der Anteil der
Gutsbesitzer 14,2 °/o des landwirtschaftlichen Ertrages. Berück
sichtigen wir aber noch dazu den höheren Marktpreis des guts
besitzlichen Getreides, so können wir den Anteil der Gutsbesitzer
bis zu 15 °/o einschätzen. Die Tatsache, daß der Rübenbau fast
ausschließlich von den Gutsbesitzern gepflegt wird, spielt dagegen
keine Rolle in bezug auf den Prozentsatz der Gutsbesitzer, da
andere Pflanzen, besonders Flachs und Planf, meistens in den
bäuerlichen Betrieben gebaut werden. Der Ackerbau bringt somit
den Gutsbesitzern eine Einnahme von 276 Millionen Rubel ein.
Hierzu muß noch der Pachtzins zugerechnet werden (19507000 Deß
jätinen ä 5,1 Rubel — nach den Angaben der Kommission be-