Object: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

SPANIEN. — Finanzen (Budget). 
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des Cullus 45*792,343, Ordensklerus 14*687,576), Kriegs- und Colonialminist. 
368*833,622 (Stab 12*016,180, Armee 163*691,560, Verwaltung 14*223,703, Milit - 
Unterricht 4*128,287, Nationalgarde 41*317,774, Versch. 127*577,092; Colonien 
1*102,506), Marine 114*381,268, Minist, des Innern 97*190,520 ^dabei Telegr. 
12*081,120, Post 31*639,600, Nationaldruckerei 1*440,800), Ministerium des Fo 
mento (öffentl. Arbeiten, Landwirthschaft, Handel u. öffentlichen Unterricht) 
88*047,527 (davon : Unterricht 24*648,970, öffentl. Arbeiten 47*661,290, Land- 
wirthsch., Industrien. Handel 8*233,970), Finanzmin. 452*120,856 (dav. Steuer 
erhebungskosten 315*800,059, Lotteriegewinnste u. Steuerausfälle 105*778,163). 
II. Ausserordentliches Budget. 
Einnahmen: Erlös v. verkauften Nat.-Gütern 245*450,613, Provinziallei 
stungen an Eisenbahngesellschaften 20 Mill., Schatzscheine 162*884,000; zus. 
428*334,613 Beal. 
Ausgaben : Aufwand für Verkauf der Nationalgüter 5*417,500, Amortisation 
der Schuld 23 Mill., Herstellung von Gerichtsgebäuden 700,000, Unterhalt der 
Kirchen, Klöster u. Paläste 8*200,000, Kriegsmaterial 64*000,004, Marinemate 
rial 100 Mill., Gefängnisse 9*500,000, Telegraphen 12*237,638, öffentl. Arbeiten, 
Strassen u. Häfen 168*700,000, Gebäude der Finanzverwaltung 4 Mill., Unter 
stützung V. Eisenbahngesellschaften 32*579,475; zus. 428,334,613 Realen. 
Im Ganzen ergibt sich ein Bedarf v. 2,360’S08,918, und dagegen 
eine Einn. von nur 1,958*680,000, somit ein Deficit von 402 128,918 
Real., wenn wir nemlich die Schatzscheine und die Staatsgüterverkäufe 
ausser Ansatz lassen. — Es erfordern : 
das Kriegswesen (einschl. Invaliden) 696*304,894R. = 35,55 % der Einkünfte, 
die Schuld (einschl. Cirilpensionen) 405*641,197 - = 20,71 - - 
Diese 2 Posten zus. 1,101*946,091 R. = 56,26 % der Einkünfte. 
Unverkennbar hat Spanien in der Neuzeit einen bedeutenden Auf 
schwung erlangt, und die Einkünfte steigen in Folge dessen sehr an 
sehnlich. Aber der Bedarf wächst ebenfalls, und ohne den hohen Er 
trag, den die Veräusserung der Nationalgüter seit einer Reihe von Jahren 
liefert, würde man nicht ausgekommen sein. Indess schwindet die Masse 
dieser Güter immer mehr und es steigert sich die Summe der Verpflich 
tungen, welche der Staat dagegen übernehmen muss (z. B. für die Ge 
meinden, deren Grundeigenthum ebenfalls zum Nutzen der Staatscasse 
veräussert wird, wogegen dieselbe Rentenscheine in entsprechendem 
Betrage ausgibt ! ) Dabei ist fortwährend der wirkliche Aufwand weit 
höher als der Voranschlag. So hatte man in Mill. Realen : 
1851 1852 1853 1854 1855 
Wirkl. Bedarf 1527* 1480 1542 1760 ca. 1700* 
Ausgabebudget 1449* 1328 1426 1586 1498* 
Ueberschreitung 78* 152 116 174 ca. 200* 
Im Budget für 1856 erschienen allerdings 1471 Mill. Einnahme 
und nur 1470 ordentliche, dann aber noch weiter 370 Mill, ausser 
ordentliche Ausgaben. Da man indess damals das Desamortisationsge 
setz suspendirte und die Repartitionssteuer {derrama) abschaffte, so ward 
das Deficit noch weit grösser. Die ordentlichen Budgets schliessen, 
seitdem immer mehr steigend, folgendermasen ab ; 
1857 1858 1859 I860 
Einnahme 1,562*631,400 1,775*155,393 1,794*731,800 1,892*344,000 
Ausgabe 1,682*441,030 1,775*155,393 1,789*926,041 1,877*369,825 
Als im Spätjahre 1859 die ausserordentlichen Ausgaben für den 
Krieg gegen Marokko begannen, schritt man zu neuen Auflagen. Die
	        
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