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Anhang.
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wären, da sie das unter „Wert“ Erledigte erst gefunden haben
wollen, vor, daß sie „nur den Tauschwert behandeln“; so u. a. Marx,
Bastiat. Umgekehrt kann der Vorwurf jener „Einseitigkeit“ gerade
die „Werttheorie“, die am klarsten den Fall A repräsentiert, jene von
Dietzel, nicht treffen, weil in ihr das unter „Wert“ Erledigte
ausdrücklich eine Einteilung nach „Tauschwert“ und „Gebrauchs
wert“ erfährt (a. a. O. S. 206). Um aber einen dritten Gegengrund
sachlicher Natur zu würdigen, ist zunächst wohl zuzugeben, daß sich
— im schroffen Gegensätze zu den „Werttheorien“ des Falles B —
die „Werttheorien“ des Falles A in ihren Antworten auf die Naive
Wertfrage inhaltlich sehr nahe kommen, soweit sie eine Antwort darauf
nicht überhaupt ablehnen. Die Begründung des letzteren Verhaltens
stimmt aber mit dem ersteren Umstand gut zusammen: Was wie etwas
allgemein Bekanntes behandelt wird, muß doch von Haus aus sozusagen
einschichtiger Natur sein. Ich kann es hier nur andeuten, daß
die „Werttheorien“, welche das unter „Wert“ zu Erledigende nach dem
Falle A auffassen, in der Tat gemeinsame Anlehnung an einen volks
tümlichen Begriff nehmen, der in dem Sinne Eines ist, daß er eben
dem
füllu
tracht
einen Sprachzeichen „Wert“ die geläufigste begriffliche Aus-
n S bedeutet, soweit man den allgemeinen Sprachgebrauch in Be
nimmt. Wenn nun daraufhin dasjenige, was diese „Werttheorien
unter „Wert“ zu erledigen suchen, als Eines für sich, gesondert n e n n a
erscheinen darf, so ist überdies noch ferner zuzugeben, daß die meiste
dieser „Werttheorien“ in der Tat hierfür den Namen „Tauschwer
(»value in exchange“, „valeur echangeable“ usw.) in ausdrückliche Ve
Wendung nehmen. Allein, es fällt doch sehr in Betracht, in welche
Sinnesmeinung dies eigentlich geschieht! Wenn z. B. J. • J
seinem Briefe anMalthus, zitiert bei Friedländer, „Th. des Wertes
D °, r ? at 1852, S. 9 ) schreibt: „Adam Smith, apres
qul1 y a deux sortes de valeurs, l’une valeur en usage et laute vsde
en echange, abandonne completement la premiere et s occupe d
tout le cours de son ouvrage da la valeur echangeab e umquement.
Cest c. que vous V Q U s.meme, M, ce qua fa.t MrR.cardo,
cest ce que j’ai fait, c'est ce que nous avons fait tous par la raison
qu’B n’y a pas d - autre valeur en economie politique, que celle-la e t
sujette ä des lobe fixes, qu’elle seule se forme, se distribue et se reg
suivant des regles invariables et qui peuvent devemr lobjet dune etud
scientifique.“ — so spricht er es beinahe wörtlich aus, daß er das u
„Wert“ zu Erledigende in etwas vorhanden sieht, das nur desha
„Tauschwert“ zu nennen sei, weil daneben etwas, was eben gar n
als wissenschaftlicher Gegenstand in Betracht kommen kann, auc
V. O o
Gottl-Ottlili
e nfeld, Wirtschaft als Leben.