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kämpferinnen der Berliner
Arbeiterinnen - Bewegung.
Der Bildungsverein als
solcher entsandte keine Ver
tretung. Eine allgemeine
Frauenversammlung Ber
lins hatte Ottilie Baader,
Elise Panzeram, Paula
Thiede, MarthaTietz und
Klara Zetkin, eine Ver
sammlung des Kreises Tel
tow - Beeskow Jda Alt-
mann und Frau Agnes
Pause delegiert.
Auch eineAnzahl vonGe-
werkschasten Berlins hatten
weibliche Mitglieder mit
ihrer Vertretung auf dem
Kongreß betraut, der ja einer
Frage galt, welche die ar
beitende Frauenwelt ganz
besonders betrifft. Er zählte
eine Anzahl hervorragen
der Sozialpolitiker, sowie
auch Vertreter bürgerlicher
Frauenvereine zu seinen
Teilnehmern. Berechtigtes
Aufsehen erregte eine mit ihm verbundene Ausstellung von Erzeug
nissen der Keimarbeit, auf der den ausgestellten Artikeln Angaben bei-
gegebcn waren über die Arbeitsbedingungen, unter denen sie hergestellt
waren. Das große Publikum bekam so einmal anschaulich zu Gemüte
geführt, was Keimarbeit heißt, und etwas wurden die Gewissen denn auch
in der Tat aufgerüttelt.
Auf die Verhandlungen des Kongresses selbst kann hier nicht ein
gegangen werden. Ebenso müssen wir darauf verzichten, das Wirken von
Berlins Arbeiterinnen in der Gewerkschaftsbewegung im einzelnen zu
beleuchten. Sind im Prozentverhältnisse der Beschäftigten die Frauen auch
erheblich schwächer in der Bewegung vertreten als die Männer, so ist es
doch mittlerweile, wie wir gesehen haben, in der Gewerkschaftsbewegung
Berlins zu einer nach Tausenden zählenden Schar von weiblichen Mit
kämpfern gekommen, und entsprechend groß ist die Zahl der Frauen, die
hier an verantwortlicher Stelle propagandistisch und verwaltend sich betätigen.
Dasselbe gilt von der politischen Bewegung, und zwar sowohl was
die Personen als was die Fälle der Betätigung anbetrifft. Schon im
dritten Jahr unserer Epoche, im Februar 1893, sehen wir bei Gelegenheit
der gerade ausgeschriebenen Wahlen zum Gewerbegericht, wie die Frauen-
Agitationskommission mit Erfolg die sozialistischen Arbeiterinnen Berlins
auffordert, die Wahl von Vertretern der kämpfenden Arbeiterschaft durch
Betätigung an der Wahlagitation zu unterstützen. Die Reichstagsauflösung
181. Titelblatt der Broschüre
„Die Arbeiterinnen im Klassenkampf"