thumbs : Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

2. Titel: Schenkung. Vorbemerkungen. S 516.

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burg 1907 und D. Jur.3. 1909 S., 261, Zöllner in Bl. f. RA, Bd. 72 S. 717 ff, fowie
Dem. II, 4 zu 8 518 und Bem. 1 zu 8 1914 in Bd. IV.
IX. Wegen der fog. Gefälligfkeitsverträge vgl. Einleitung Bem. 2, £ vor 88 433 ff.
S. 524.
X, Nach dem ReidhHZerb]Haftateuergefeß vom 3. Juni 1906 (8 55) unterliegen
Schenkungen unter Lebenden der Heftenerung. Val. Hiezu Ladenberger, Bl. f. bayr.
Finanzwejen 1909 S, 33 ff., S. 65 ff. Ueber den Begriff der Schenkung im Sinne
diejeS GejegeS dal. NOS. Bd. 70 S. 15 ff., fowie Bd. 71 S. 140 (Begriff der Schenkung
für den Fall der Buwendung an eine jurt{tifdhHe, auSfhlieklidh Lirdlide Zwede verfolgende
Nechtsperfönlichkeit). Steuerobjekt ijft die Schenkung alz Recht8gejhäft. Ueber Anwendung
diejer Beftimmung auf gemifdte Schenkungen vgl. Goldjhmidt a. a. OD. S. 70 ff. Val.
au RGES. Bd. 73 S. 46 (Zum Begriffe der fittlidhen Pflicht und der auf den Anftand zu
nehmenden Rücklicht het Schenkungen im Sinne des 8 56 Abi. 2 jeneS Gel.)

XB 516.

Eine ‚Zuwendung, durch die Jemand aus feinem Vermögen einen Anderen
bereichert, it Schenkung, wenn beide Theile darüber einiq find, daß die Zuwendung
 unentgeltlich erfolgt.
Sit die Zuwendung ohne den Willen des Anderen erfolgt, jo kann ihn der
Zuwendende unter Beftimmung einer angemeffenen Frijt zur Erflärung über die
Annahme auffordern. Nach dem Abolanfe der Frift gilt die Schenkung al8 angenommen,
 wenn richt der Ändere fie vorher abgelehnt Hat. Im Falle der Ab-(ehnung
 kann die Herausgabe des Zugewendeten nach den BorfchHriften über die
Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung gefordert werden,
©. 1, 437, 488; II, 468; IIL, 511
I. Begrifsbeftimmung der ShOenkung.
, Hiezu dient der erfte Abiag des & 516. Wie in M. 1, 286 betont ift, IOLoß
fich der Gefeßgeber hiebei an diejenigen ANuffaffungen an, welche früher fhon in der NHecht5=wijfenfhaft
 herrichend waren (bal. Windfcheid-Ripp, Land. II_S 365 S. 511 F., Dernburg,
Band. II 8 106, RGE. Bd. 28 S. 201, Bd. 36 S. 286, Seuff. Arch. Bd. 23 Nr. 130
und vgl. auch Yrtloff im Arch. f. bürgerl. M. 1902 S. 269 ff). ;
3 Grundelemente {ind allgemein zu beachten (vgl. ROES. in Kur. Wichr. 1908
S, 71, BL 1. RA. Bd. 73 S. 826):
a) in objeftiver Hinficht die Bereidherung des Empfänger8,
b) in fubjeftiver Beziehung XebdiglihH die Einigung über die Unentgeltlidh
 keit der Buwendung.
Bu beachten ift auch, daß S 516 die jofort vollzogene Schenkung im Auge hat,
die Feiner bejonderen Form (val. Bem. 3, a unten) bedarf (vgl. hiezu Dietrich in Oruchot,
Beitr, Bd. 48 S. 219 MM. „Handgefchäfte“) im Gegenfaße zu dem bloßen Schenkung8s=-44!
 Aa des S$ 518; val. über die Form der Schenkungen überhaupt Bem. I
u 18.
A. 8 Grundlage, auf meldher das BOB. den Schenkungsbegriff aufbaut, i{t der
allgemeine Begriff der Auwendung (vgl. biezu au Bekker, Soyftem des heutigen Pandektenic
 Nr ? S. 145 ff.) genommen und zwar einer foldhen, die auf dem Vermögens:
ebiete liegt. |
a) An fih it dies ein tatfädhlidher Borgang, der aber hier zum RNecht3=moment
 erhoben wird. Erfordert wird darum auch eine vermügenSt e D iliche
 Zuwendung. Im weiteften Umfange läßt fich eine {old e Zuwendung
bezeichnen al8 die KEWONT Hingabe eines VBermögensSbeftandteils
jeitenS eines YKedht8{ubjekts zum Beften eine8 anderen. („Vermögens
berfchiebung“ nach X. II, 3.) Eine Zuwendung wird in den meiften Zällen
durch Re OLEP e1Häft erfolgen, fie fan aber au durch andere, nicht
rehtSgeihäftlide Handlungen oder Unterlaffungen gefchehen,
die gefeßlich eine Bereicherung des anderen aus dem Vermögen des Handelnden
 herbeiführen (übereinftimmend Crome Bd. 2 S. 506, DVernburg S. 142,
Dertmann Dem. 2 und Wancdk Bem. 2.
            
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