Object: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

218 
VII. AbiHnitt: Einzelne Schuldverhältnifie. 
Nidtmarktfähigkeit gekauften RindviehS infolge Seuchenfyerre, vgl. ROSE 
vom 25. Oktober 1907, Warneyer 7. Bd. 1908 S. 26. 
Yeber gallifierten Wein vgl. oben in Bem. MN, 1, c. m 
Ueber Fehler einer Majdhine |. NRipr. d. OLG. Marienwerder) Bd. 9 S. RE 
Die mangelhafte Beichaffenheit der Grubenfelder und Erze eines Bergwerl3 1 
nicht aß Sad mangel der Aktien diefes Bergwerksunternehmens rechtlich anzufeben, 
weil die Beziehung zwijdhen jenen Mängeln und den Aktien erft in zweiter Linie Ddadurd 
hergeftellt wird, daB mit dem Bapier auch das MRecht gekauft wird; Kauf eines Wert 
Dapıers ift Pe Rechtskauf, Io RKOES, Bd. 59 S. 240 ff. und val. oben in Borbem. 1, A 
Y. aber au Bem. II, 1, d und Bem. 7 und SR S 437. . 
Neber Unbebaubarkeit einer al8 Bauland verkauften Fläche val. ROGE. m 
Bayr. 3. f. N. Bd. 1 S. 242 (teilmeije Unbebaubarfeit it nicht jtet$ ein Sehler_ 
Sinne des Ubi. 1, weil die Möglichkeit, daß die Bebauungsfähigkeit rechtlich einge) hrät 
ift, in allen Orten gegeben ift, in denen ein Bebauungsplan fefigeftellt ift; 1. au HL®, 
Stuttgart, Recht 1907 Nr. 3786); ander8 aber natürlich, wenn beftimmte Zufjicherungen 
feitens des Verkäufers abgegeben wurden, vol. hierüber näher in Bem. IV, 13 unten. | 
Die Unküundbarkeit einer auf dem Grunditück eingetragenen Hypothek if 
feine Eigen]haft des Grunditücs }. Iur. Wichr. 1909 S. 48 Nr. 10; wegen der Un- 
zeigepflidht aber in diefer Hinficdht val. Bem. 2, a zu S 4839. 
Wegen des Borhandenfeins von Druckmwaffer vgl. Yur. Wichr. 1909 S. 48 Nr, 1l. 
Die Nidterteilung der Erlaubnis zum Gaftwirtfhaftsbetriebe kan 
dann ein Mangel des verkauften Grundftücks fein, wenn die Verlagung der Erlaubnit£ 
auf Sigenichaften des Örundftücs beruht, j. NOS. in Bayr. 3. f. R. 1908 S. 310. 
er BerkehrSwert, der Marktpreis und der Einkaufspreis einer Ware 
zählen im ET nicht zu deren Eigenfhaften, |. Yur. Wichr. 1906 S. 378. 
Neber arZiexung ber Ware vgl. Recht 1909 Nr. 447. 
Wegen der Herkunft einer Ware vol. VLSG. vn Recht 1910 Nr. 1513. 
Der Aur3 eines Wertpapier3 i{jt gleichfalls Leine Apen Taf im Sinne des 
bi f. Seuff. Arch. Bd. 61 Nr. 237, vol. auch ROGE. bei Warneyer Erg.-Bd. 1909 
xy. 502. 
; 0) Sb hen Begriff des Schußmwmaldes als Eigenfhaft f. bayr. Oberft. LG. Bd. 4 
n. $.) S. , 
Aus früherer Praxis vol. noch ur. Wichr. 1895 S. 67: Befhwerung, der 
Ware mit einem CEingangsSzolle ftellt feinen Mangel dar, fondern eine Belajtung 
mit dem echte eines Dritten. Cbenfo ift die Lieferung einer Ware mit falfhem 
Begleitidhein kein Fehler der Ware (vol. hierüber Sr Bd. 19 Nr. 574 und 
Dringer-Dakenburg [1. Aufl.) Bd. 3 S. 127). Neder polizeilihes Verkehraverbot 
val. Sur. Wichr. 1895 S. 394 und ENTE AU N 3 S. 126. 
Neber angel in der Verpadung vgl. Jur. Wichr. 1892 S. 167, 1895 S. 523 
Jowie CE MM enburg (1. Mufl.) Bd. 3 S. 22, 127, 128. 
Die BerjendungsSfähigfeit gilt als allgemeine vertragsmäßige Eigenfbaflt 
beim Verjendungskaufe, vgl. Iur. Wichr. 1896 S. 7. 
% Neber die Klaufel „tel quel, wie Lbeabfichtigt“, vgl. DLG. Hamburg, Recht 1907 
x. 1423. 
Neber die Rechtölage, wenn der Kaufgegenftand fhon gebraucht ift, vgl. ROEC. 
in Sur. Wicdhr. 1907 S. 178, 1908 S. 36, Cent! Arch. Bd. 62 S, 391. 7 
Muß der Käufer im Hinbdlik auf den Kaufgegenftand und den Kaufpreis 
mit gemwiffen Schwächen rechnen (3. B. ein zu Kegattazweden gebaute Boot), Io tellen 
jene Schwächen überhaupt feine Gewährleiftungsmängel dar, 1. NOS, Bd. 67 S. 146 ff. 
Neber Gemährleiftung bei Verkauf eineS angebliH von einem alten Meilter 
Itammenden KunftiwerkS ohne ausdrückliche Garantie vgl. Lenel in Yherinas Kahrb. Bd. 44 
S. 7 und DL®G. München in Bl. f. RA. Bd. 75 S. 121 F. und in Seuff. Arch. Bd. 65 
Nr. 90, val. hiezu Übrigens au Bem. V, 3 zu 8 119 in Bd. I. 
5. Neber die allgemeine Rechtsftellung des Räufer8 bei Vorliegen eines 
gefeßlidhen Zehler$ im Sinne des Aof, 1 überhaupt val. die allgemeinen Borbem. 5 
und 6 vor $ 459. 
IV. Die zugeficherten Sigenidhaften nach bj. 2 im einzelnen: 
i. Das Gefeß geht hier offenbar von dem allgemeinen Gedanken au8, daß nach 
VBerkehrsgrundfäßen jeder, der eine EEE erteilt, au uneingefdhränkt für 
den Snbalt der legteren einzulteben hat (vol. %. I, 688). € faBt alfo die Zu- 
fiherung im Zweifel al8 qualifizierte auf D. bh. al8 direktes VBerfprecdhen der 
Garantie für die betreffenden Cigenfhaften, mit der Folge, daß beim 
Mangel jener SigeniDaften zur Beit des Bertragsichluffes der Verkäufer nicht bloß auf 
Wandelung oder Minderung, Jondern wegen Nidhterfüllung auf vollen Schadenserfak in
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.