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I. Geschäftliche Versicherung.
Zu VI. Angehörige der sogenannten freien Berufe
erbrachten Prämien rund 1356 310 Mk.
im einzelnen:
A) Ärzte . 284421 „
Apotheker 52 914 „
Lehrer 74 974 „
Zahnärzte und Techniker 65 805 „
B) Bildhauer, Maler usw 39 361 „
C) Sonstige: Im Bureau Beschäftigte. . 359 281 „
Rentner 34 635 „
Frauen 35 238 „
v) Verschieden Beschäftigte 409 678 „
Nun wäre es allerdings noch wünschenswert, die Zahl der in jeder
Berussgruppe Versicherten zu kennen; denn der Prämienbetrag für sich
allein gibt um deswillen noch kein zuverlässiges Bild der Beteiligung,
weil nicht in allen den aufgeführten Berufsgruppen niedrig und höher
zu Tarifierende in gleichem Verhältnis vorhanden sind, sondern in ge
wissen Gruppen fast ausschließlich Angehörige hoher Gefahrenklassen (z. B.
in Landwirtschaft und Schiffahrt), während in anderen fast ausschließ
lich Angehörige niederer Gefahrenklassen in Frage kommen (z. B. in lit. C
der freien Berufe). Bei gleicher Prämiensumme ist also in der höher tari
fierten Berufsgruppe im Zweifel eine viel geringere Anzahl von Ver
sicherungen vorhanden als in der niedriger tarifierten (zum Teil kann
dies allerdings wieder dadurch alteriert werden, daß in der letzteren etwa
eine große Anzahl höherer Versicherungssummen, welche natürlich einen
höheren Prämienbetrag ergeben, vorkommt). —
Die Bedeutung bet P rämienzahlun g für den Ver
sicherten besteht, wie bei jeder Versicherung, auch auf dem hier zur Er«
örterung stehenden Gebiete allgemein darin, daß der Versicherte das Risiko
gewisser Vorgänge gegen Zahlung einer Prämie auf den Versicherer über
trägt. Soweit der Rahmen des vertragsmäßigen Versicherungsschutzes
reicht, erkauft sich also der Versicherte sozusagen gegen Zahlung eines
verhältnismäßig sehr geringen — meist festen — Betrages die finanzielle
Deckung für gewisse Eventualitäten bis zu bestimmter Höhe.
Im speziellen betrachtet:
Der ünfallversicherte erkauft sich durch Zahlung seiner Prämie den
Anspruch, daß bei Eintritt eines Unfalles bestimmte Leistungen an ihn