sonal nicht verkleinern und muß den Beamten, die später auf Grund der
Fusion entlassen werden, alle Vergütungen gewähren, die ihnen nach den
bei den alten Gesellschaften bestehenden Bestimmungen zugekommen wären.
Kursrückgang Trotz der eingangs erwähnten vorzüglichen Ausweise über die Ein-
Eh nahmen während des letzten Betriebsjahres hatte Ende Mai an der Londoner
” Börse ein bemerkenswerter Rückgang in der Bewertung der argentinischen
Eisenbahnpapiere begonnen, der sich während der beiden folgenden Monate
fortsetzte, obgleich der prozentuale Anteil der Unkosten an den Einnahmen
der Gesellschaften sich ständig verkleinerte und die Reingewinne: ent-
sprechend wuchsen. Die rückläufige Bewegung. wurde verstärkt infolge der
Zahlungseinstellung der Firma Dessain Dutton, eines Bankhauses, das sein
Hauptgeschäft in südamerikanischen Eisenbahnwerten machte. |
Ein weiterer Grund für den Kursrückgang ist in‘ der vorsichtigeren
Beurteilung zu sehen, die man unter der Einwirkung der auf dem internationalen
Geldmarkt herrschenden Besorgnisse den überseeischen Werten überhaupt
entgegenbrachte. Als dann Mitte Juli die Südbahn mit neuem Kapitals-
bedarf in Höhe von 5 Millionen Lstr. an den Markt kam, verursachte dies
einen neuerlichen erheblichen Rückgang nicht nur der Südbahnwerte,
sondern beeinflußte auch den ganzen Südamerikanermarkt sehr ungünstig.
Die Verwaltung der Südbahn erklärte es jedoch für unmöglich, eine bessere
Konstellation abzuwarten, da das Geld notwendig gebraucht wurde zur Be-
schaffung des erforderlichen rollenden Materials und für die Fortführung
der Strecke über Neuquen nach der chilenischen Grenze, der südlichen
Küstenbahn und mehrerer Zweiglinien, in der Provinz Buenos Aires. Wie
die gegenwärtig in Argentinien vorhandene wirtschaftliche Depression wird
aber auch die Minderbewertung der argentinischen Eisenbahnpapiere vor-
aussichtlich nur eine vorübergehende Erscheinung sein, weil sie mehr in
der augenblicklichen Lage des Geldmarktes als in der wirtschaftlichen
Entwicklung der Gesellschaften selbst begründet ist.
Stockung im Während sich die Privatbahnen in einer Periode zufriedenstellenden
aa und zum Teil glänzenden Aufschwungs befanden, kann dies von den Staats-
bahnen nicht gesagt werden. Wie schon früher (Heft 2, 1913) ‚dargelegt
wurde, war der.Bau der von der Regierung begonnenen Bahnlinien aus Mangel
an Mitteln allmählich ins Stocken geraten... Der durch Dekret vom 11. Februar
1913 gebilligte Voranschlag der Verwaltungskosten der Staatsbahnen belief
sich auf insgesamt 18 164 580 $ m/„, die aus den Einnahmen derselben ge-
mäß dem Gesetz Nr. 6757 aufgebracht werden sollten. Im Mai wurde so-
dann durch Kabinettsbeschluß dem Ministerium der Öffentlichen Arbeiten
der Betrag ‚von einer Million$ "/n bewilligt, um die fälligen Löhne und
dringendsten Rechnungen bezahlen zu können. Diese Summe war unbedingt
gebraucht worden, wenn man die Arbeiten an den staatlichen Territorial-
bahnen nicht. gänzlich einstellen und das: vorhandene Material vor dem
Verderb bewahren wollte. Der damals wirklich fällige Schuldbetrag wurde
jedoch bereits auf das Fünffache der bewilligten Abschlagszahlung geschätzt.
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