Object: Deutschlands Auslandsanleihen

Auslandsanleihen v. Verkehrsunternehm, u, Warenhausgesellschaften, 89 
Die Auslandsanleihen von Verkehrsunternehmungen 
und Warenhausgesellschaften. 
Am 11. Dezember 1925 ließ die Hamburg-Amerika- 
nische Paketfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) 
in Neuyork eine 61% % Serienanleihe von 6500 000 $ zu 100 bis 
99 % ?) auflegen, von der am 1. Dezember der Jahre 1928 bis 1940 
jährlich 500 000 $ fällig werden. Eine vorzeitige Kündigung des 
yanzen ausstehenden Betrags oder eines Teils (angefangen mit 
der letzten Serie) ist zum 1. Dezember 1930 und jedem späteren 
Zinstermin zu 101 % mit 60tägiger Frist zulässig. Der Erlös der 
Anleihe sollte zur teilweisen Deckung der Kosten für den Wieder- 
aufbau ihrer Handelsflotte und zur Rückzahlung eines zu diesem 
Zwecke aufgenommenen Darlehns dienen. Die Anleihe ist ge- 
sichert durch eine erste Hypothek auf die gesamte Handelsflotte 
der Gesellschaft. 
Der Norddeutsche Lloyd, Bremen, hat bei der Pru- 
lential Assurance Co in London bereits lange vor der Dawes- 
Anleihe ein vom 1. Mai 1924 bis 1934 laufendes 61% % Darlehn 
von 1 Mill. £ aufgenommen, das vom 1. Mai 1928 ab kumulativ 
vetilgt werden sollte. Am 10. November 1927 wurde für die 
Gesellschaft in Neuyork eine 6 % Anleihe von 20 Mill. $ zu 94 % 
aufgelegt, und zwar durch eine Bankengruppe unter Führung von 
Kuhn, Loeb & Co und der Guaranty Trust Co. Sie läuft bis 1. No- 
vember 1947. Die Tilgung erfolgt kumulativ, beginnend mit 
Li. November 1929, durch halbjährliche Einzahlungen zum Zwecke 
der Auslosung zu pari oder durch Lieferung von Anleihestücken 
zu pari. Eine vorzeitige Kündigung kann nur im ganzen zum 
i. November 1932 und jedem späteren Zinstermin mit 60tägiger 
Voranzeige erfolgen. Als Anleihezweck werden Finanzierung von 
Neubauten, Rückzahlung älterer, für Neubauten eingegangener 
Verpflichtungen und andere Absichten angegeben. Der Anleihe- 
ertrag ist teilweise bei der Internationalen Bank in Amsterdam 
deponiert worden, um die Schulden, die serienweise fällig werden 
und nicht vorzeitig gekündigt werden können, dort abzulösen. Das 
englische Darlehn ist aus dem Erlös zurückgezahlt. Nach dem 
Prospekt unterhielt der Lloyd am 1. November 17 verschiedene 
Passagier- und Frachtlinien nach 150 Häfen. Der Bruttogehalt 
seiner 123 in See gehenden Schiffe betrug 621 000 t, seiner Binnen- 
schiffe 60 000 t, seiner im Bau befindlichen Flotte 161 300 t. 
Die Gesellschaft für Elektrische Hoch- und 
Untergrundbahnen in Berlin ließ am 12. November 
1926 eine 6% %, durch eine erste Hypothek auf ihr gesamtes 
) Die Kurse der einzelnen Serien vgl, Anhang Tab, 2.
	        
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