Kosten dieser Kanalisation wurden auf 25 Millionen S Gold geschätzt. Man plant auch
einen Kanal vom Rio Bermejo nach Anatuya, dessen Kosten auf 15 Millionen S
berechnet werden, doch ist vorläufig an dessen ernstliche Ausführung nicht zu denken.
) Einen großen Segen dürften im Laufe der Zeit vielen Gegenden wasserarmer
Provinzen und Territorien die Wasserbohrungen bringen, welche die Nationalregierung
im fast allen Provinzen und Territorien ausführen lässt. Im südlichen Cördoba be-
wässern jetzt 4 große artesische Brunnen eine sonst ganz verlassen gewesene Gegend
in einer Gesamtfläche von 50000 ha. Die Brunnen haben eine Tiefe bis zu 230 m
und liefern, der eine 110000, der andere 180000, der dritte 210000 und der vierte
sogar 230 000 Liter pro Stunde. Man ist auch mit weniger Wasser zufrieden. In Pisco
Yaco in der Provinz San Luis traf man in einer Tiefe von 68 m eine Süßwasser-
quelle, die 23000 Liter pro Stunde zutage fördert, In Mendoza wurden nach an-
gestellten Bohrversuchen ebenfalls verschiedene Wasserquellen entdeckt, so in 44 m
Tiefe im Gelände der Bäder der Borboyen und anderwärts in 244 m Tiefe. Vielfach,
namentlich im Norden, im Chaco, Formosa und Santiago del Estero, aber auch in
Patagonien wird meist nur salziges Wasser zutage gefördert, wenn überhaupt welches
gefunden wird. Im großen und ganzen sind leider die vielfachen Wasserbohrungen
wenig befriedigend gewesen, doch in Anbetracht der Wichtigkeit derselben bewilligt
die Regierung immer wieder weitere Mittel in der Hoffnung, vielen bedürftigen Gegenden
die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Entwicklung verschaffen zu können. Auch für
Eisenbahnen, namentlich in Patagonien, im Chaco und in Formosa haben sich Wasser-
bohrungen für den Betrieb notwendig gemacht, ebenso Brunnenbauten oft von be-
trächtlicher Tiefe. Leider ist ihre Zahl sehr gering, da auf den patagonischen Hoch-
ebenen äußerst selten Wasser zu finden ist. Die Destillation des Meerwassers hat
sich als zu kostspielig erwiesen. 5
Nun zum Brücken- und Wegebau kommend, wurden die Arbeiten für den Bau
und Zugänge der Brücke über den Mendozafluß gegenüber der Uspallatastation
einer englischen Firma für die Summe von 123874 $ übertragen. Der Minister für
öffentliche Arbeiten bewilligte die Mittel zum Bau von Brücken über den Aguapey,
Mirinay, Curuzu-Cuatia, Aigui, Sarandi und andere in der Provinz Corrientes. Dort
wurde auch eine Brücke über den Rio Santa Lucia beschlossen, deren Kostenpreis
auf 166 198 $ berechnet wurde, Weiter wurden Gelder bewilligt für eine Brücke über
den Rio Quinto gegenüber der Kolonie-Niederlassung Villa Sarmiento, Prov. Cordoba,
die 130000 $, und für eine Brücke über den Fluß Vaqueros auf dem Wege Salta-
Caldera, die 192 000 $& kosten soll. Für die Fertigstellung der Brücke über das Flüßchen
Rojas in der Provinz Buenos Aires wurden noch 10281 S nachbewilligt, |
Die Förderung der Kommunikationswege, namentlich der Zufuhrwege nach
den Eisenbahnstationen, ist eine Notwendigkeit, Die Regierung hat deswegen auch
mit den Eisenbahngesellschaften den Bau von Zufuhrrouten gesetzlich geregelt. Das
Ministerium für öffentliche Arbeiten hat neuerdings erst wieder 104242 $ Papier zur
Ausbesserung von Wegen zu verschiedenen Eisenbahnstationen der Central Argentino-,
Pacific-, Rosario-Puerto Belgrano- und Provinz Buenos Aires-Bahnen zur Ver-
fügung gestellt, 5
Nun hat auch der Senat der Provinz Buenos Aires einen Gesetzentwurf zur Be-
gebung von Bonos im Betrage von 2632000 $ für den Bau von gepflasterten Hoch-
straßen genehmigt, die aus der Provinz nach der Landeshauptstadt Buenos Aires führen
sollen. Aus der großen Zahl von Wegebauten außerhalb der Eisenbahnen greifen wir
einige heraus. Für Salta wurden bewilligt; 10000 $ zur Ausführung der Arbeiten der
Landstraße von Lagunilla nach Los Moques, 10000 $ für desgl. von Carril nach
Cebilmonte, 10000 $ für desgl. von Salta nach La Isla, 12000 S für die Herstellung
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