fullscreen: Preußisches Landbuch

378 
597 Thlr. 26 Sgr. 8 Pf. erworben, und Iheilweise zur Benutzung als 
Gartenland überwiesen; 1 Morgen in Kolzig blieb behufs Ert Heilung 
des Unterrichts in der Obstkultur reservirt. Für die sämmtlichen Schul 
systeme wurden die Lehrer theilweise zunächst nur interimistisch ange 
stellt. Bei ihrer definitiven Uebernahme Seitens der Stiftung erhiel 
ten sie einen Gehalt von jährlich 200 Thlr. (der vom 1. Zannar 1850 
ab auf 250 Thlr. erhöht wurde), freie Wohnung, Gartennutzung und 
je 12 Klaftern Holz. Die Gemeinden geben zur Unterhaltung der 
Schulen und Lehrer Nichts. Die Stiftung beschafft sämmtliche Erfor 
derniste, sorgt für gute Unterrichtsmittel und gewährt den armen Kin 
dern die nöthigen Lernmittel. Die Kolziger Schulkastc hat einen Ren 
danten (Pastor Au mann), dem ein Kontroleur zur Seite steht. Die 
Kasse wird nach der vorgeschriebenen Instruktion und in Gemäßheit 
des auf drei Jahre festgestellten Etats verwaltet. Die nöthigen Geld- 
Summen werden nach dem vorhandenen Bedürfniß durch den Rendan 
ten bei der Regierungs-Jnstituten-Hauptkasse zu Breslau erhoben, und 
legt Letzterer über die Verwendung alljährlich Rechnung. 
Kombinirter Beckum-Ahlenscher Kloster-Fonds. 
Ein bei der Regierung zu Arnsberg verwalteter, für katholische Kir 
chen- und Schulzwecke bestimmter Fonds mit einer jährlichen Einnahme 
von 4131 Thlr. 
Kommnnal-LehrerVerein zu Berlin. 
Im Jahre 1849 begründet, bezweckt er die Fortbildung seiner Mit 
glieder, verfolgt gesellige Zwecke, veranstaltet Sammlungen zu Weih- 
nachts-Bescheeruttgen für arme Kinder und giebt zum Besten der lctztcrn 
Schriften heraus. 
Kompsches Vermächtnis; zu Pingsheim (Euskirchen), 
von den Kompfchen Eheleuten herrührend. Sie vermachten 1847 ihren 
Jmmobiliar-Nachlaß — bestehend in einem schuldenfreien Landgute im 
Werthe von etwa 32,000 Thlr. — der Kirche, der Schule und den 
Armen daselbst, indem sic bestimmten, daß von dem Pacht-Ertrage des 
Guts — welches die Testirer noch kurz vor ihrem Ableben gegen einen 
Pachtzins von jährlich 400 Thlr. auf 99 Jahr in Erbpacht ausgethan 
hatten — die Kirche ļļ, die Schule und die Armen jede şģ beziehen 
sollten. 
Konfirmanden Haus zu Bäslack (Nastenburg). 
In demselben werden Kinder, welche wegen Armuth, Mangel an den 
gesetzlich erforderlichen Schulkcnntnissen oder aus ähnlichen Gründen 
zur Zeit der Einsegnung in Gefahr stehen, der evangelischen Kirche ver 
loren zu gehen (indem ihre Angehörigen sie wegen der ohne Schwie 
rigkeit zu erlangenden Einsegnung der kathol. Kirche zuführen), dem 
evang. Glaubensbekenntnisse dadurch erhalten, daß ihnen Obdach, Pflege, 
Kleidung, Unterricht und Einsegnung unentgeltlich gewährt wird. Der 
Unterricht wird durch einen angestellten Lehrer und durch den Orts- 
Geistlichen ertheilt. Die jährlichen Kosten der Anstalt mit 5—600
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.