Metadata : Verständigung zwischen Stadt und Land durch Revision unserer Ernährungspolitik

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Idyllische,  das  von  jeher  mit  der  Heimarbeit  verbunden ­
  schien.  Dem  gegenüber  ist  zu  beachten,
daß  nur  der  Schritt  von  der  idyllischen  Kleinarbeit
zur  raschen,  genauen  und  billigen  Fabrikproduktion ­
  die  Industrie  vor  dem  Untergang  rettete,  der
infolge  der  Konkurrenz  des  Auslandes  drohte.  Das
zeigt  die  Geschichte  der  Spinnerei  und  Weberei  und
der  Uhrenindustrie.  Die  Arbeit  ist  in  den  Fabrikräumen
  überdies  der  Gesundheit  zuträglicher,  als  in
den  meisten  Arbeitsräumen  der  Hausindustrie.  Das
ist  vor  allem  der  eidgenössischen  Fabrikgesetzgebung
seit  1876  zu  danken.  Sie  enthält  zum  Wohl  der
Arbeiter  Vorschriften  über  Größe,  Beleuchtung,
Lüftung  und  Schutzeinrichtungen  der  Arbeitsräume;
sie  gestattet  die  Nachtarbeit  und  die  Sonntagsarbeit
nur  in  Ausnahmefällen;  die  tägliche  Arbeitszeit
darf  in  den  Geschäften,  die  der  Fabrikgesetzgebung
unterstellt  sind,  11  Stunden,  an  Vorabenden  von
Sonn-  und  Feiertagen  10  Stunden  nicht  übersteigen; ­
  Kinder  unter  14  Jahren  dürfen  nicht  zur
Fabrikarbeit  verwendet  werden.  Für  die  Hausarbeit ­
  gelten  diese  Schutzbestimmungen  nicht.  Da
wird  häufig  in  zu  kleinen,  schlecht  gelüfteten  und
ungenügend  hellen  Räumen  gearbeitet,  ganz  zu
schweigen  von  den  feuchten  Stickerei-  und  Webkellern ­
  des  St.  Galler  Industriegebietes.  Anhaltende
Nachtarbeit,  bei  dringenden  Aufträgen  üblich,  erschöpft ­
  frühzeitig  die  Kräfte.  Wenn  die  Arbeitsstelle ­
  gleichzeitig  als  Wohnraum  dienen  muß,  so
leidet  darunter  die  Gesundheit  der  ganzen  Familie.
Die  Großindustrie  entzieht  den  Arbeiter  seiner
Familie  und  mindert  so  das  Gefühl  der  engen  Zusammengehörigkeit. ­
  Es  gilt  als  größter  Vorzug  der
Heimarbeit,  daß  der  Vater  im  Familienkreis  bleibt
und  bei  der  Erziehung  der  Kinder  mitwirken  kann.
Dem  steht  als  schwerer  Nachteil  gegenüber,  daß
gerade  in  der  Hausindustrie  bei  dem  Mangel  an
            
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