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Die Haushaltungspläne von etwa 100 preußischen Städten mit mehr als
25 000 Einwohnern schlossen im Jahre 1908 im ordentlichen und außerordentlichen
Teile mit der Gesamtsumme von etwa 1148694 000 Mark ab.
Nicht um einen inneren Vergleich zu ermöglichen, sondern nur um
einen Anhalt zu geben, um welche Summen es sich bei unseren größten,
den Staatsverwaltungen, handelt, sind im folgenden die Summen der
Etats im Reiche und in Preußen angeführt. Sie betrugen an ordent—
lichen und außerordentlichen Ausgaben im Jahre 1905 im Reiche:
1982 400 000 und in Preußen 2681800 000 Mark.
Um ein Bild von der Entwickelung städtischer Ausgaben und
Aufgaben zu geben, sind im folgenden die Haushaltungspläne von drei
Städten verschiedener Größenklassen zusammengestellt.
Die Abschlußzahlen der Haushaltungspläne im ordentlichen und außerordent—
lichen Teile betrugen in Tausenden von Mark
in Berlin in Halle
1870 16882 777
1880 39107 1545
1890 —73516 2954
1900 107238 5974
1908 159082 9193
in Zeitz
162
418
635
1427
2241
Interessant wäre es zu zeigen, wie sich die obigen Gesamtsummen
auf die einzelnen Verwaltungszweige verteilen. Doch müssen wir uns
hier beschränken.
Keine Stadt, die ihren Beruf und die Bedeutung, die sie im
modernen Kulturleben einnehmen soll, recht verstanden hat, kann heute
ohne Aufnahme von Schulden auskommen. Soweil diese in Inhaber⸗
obligationen bestehen, können im folgenden einige Angaben über die Ent—
wickelung des Anleihewesens gegeben werden.
Von sämtlichen preußischen Kommunalverbänden (Landgemeinden, Städten usw.)
wurden Obligationsanleihen aufgenommen:
im Jahre in 1000 ... Mark im Jahre in 1000 ... Mark
1832 600 1872 26522
1842 22838 1882 86292
1852 3510 1892 112600
1862 7417 1893 118918
Am stärksten, etwa mit 2/,, sind die Städte an der vom Jahre 1832
bis zum Jahre 1896 aufgenommenen Gesamtsumme von etwa zwei
Milliarden Mark beteiligt. Die soeben wiedergegebene Reihe zeigt das
Sprunghafte in der Vermehrung aller dieser für die „außerordent—
lichen“ Ausgaben bestimmten Anforderungen sehr deutlich. Allerdings
sind die Zahlen immer nur in Zwischenräumen von zehn zu zehn Jahren
angegeben; innerhalb dieser Zeiträume findet öfter auch eine ruͤckläufige
Bewegung statt, um sodann wieder einer besonders großen Steigerung
Platz zu machen. In der Zeit um 1895 ließ sich der regelmäßige