Full text: Wert und Kapitalprofit

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biete ‚Dilettanten‘ ... geblieben, und dies hatte zur Fol ; Adaß > 
gerade ihre allgemeine Werttheorie nicht nur — insbesonde A S& 
Psychologen — außerordentlich umstritten ist, sondern sich atich* Kie\* 
innerlich, von weitgehenden Divergenzen beherrscht darstellt“ 
(S. 280). Dann wird festgestellt, in Übereinstimmung mit unserer 
eigenen Kritik (Theorie S. 461), daß die Preistheorie sich schon 
insofern in einem Zirkel bewegt, als sie den Preis durch die 
Schätzungen der Grenzkäufer — resp. Grenzverkäuferpaare be- 
stimmt sein läßt, während doch sicher ist, daß ‚es durch den Preis 
bestimmt ist, wer der letzte noch zugelassene bzw. ausgeschlossene 
Kaufswerber bzw. Verkaufswerber ist. Ebenso wird der andere 
Zirkel zugegeben, gleichfalls in voller Übereinstimmung mit unserer 
eigenen Kritik, daß die Schule bei der Ableitung der Preise aus 
dem Wert in gröblicher petitio principii die Preise bereits vor- 
aussetzt (S. 283). Es wird weiterhin in Übereinstimmung mit vielen 
anderen Kritikern auf die unbestreitbare Tatsache hingewiesen, daß 
das Geld an sich keinen subjektiven Verwendungswert besitzt, und 
daß daher seine Wertschätzung subjektiv wieder nur möglich ist, 
wenn man die Preise der damit zu kaufenden Güter kennt: wieder 
der gleiche Zirkel! Und schließlich wird wenigstens bei Wicksell 
der groteskeste Grundfehler der ganzen Schule gerügt, daß sie mit 
„Intensitätsfunktionen“ rechnet, als wären sie mathematische 
Größen und könnten in Zahlen ausgedrückt werden (S. 287). Auf 
diese Weise entstehen nicht nur hei Wicksell, sondern, wie ich 
erweiternd behaupte, überall in dieser Doktrin „Scheingleichungen“, 
wie Amonn sie glücklich bezeichnet, keine Gleichungen im 
mathematischen Sinne, die ein „extensives Größenverhältnis ergeben 
könnten, wie es der Preis darstellt“. 
Und so kommt Amonn zu dem Schlusse, daß die Grenz- 
nutzentheorie „für die Preiserklärung“ sehr wenig bedeutet 
und leistet. Für sie ist lediglich die Tauschwertschätzung 
von Bedeutung. Diese geht freilich auf die Nutzwertschätzung 
zurück. Aber in welcher Weise dies der Fall ist, wie sie entsteht, 
das ist für die Preiserklärung ohne Belang. Für die Preisbildung 
ist einzig maßgebend, wie die Tauschwertschätzung der Käufer 
(und eventuell Verkäufer) ist, nicht, wiesie geworden ist. Sie ist 
für diese ein Datum. Für eine weitergehende „wirtschaftliche“ Be- 
trachtung kann die genaue Kenntnis des Wertbildungsprozesses 
von seinem Ursprung an möglicherweise wohl von Bedeutung sein. 
Zur Preiserklärung ist sie jedenfalls nicht notwendig. Wir sind 
also auch hier wieder völlig einig.
	        
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