Anstrichen auf mindestens 15 g genau gewogen und auf 1 qm Fläche
umgerechnet wurde. Dabei zeigte sich zunächst, daß Lithopone „Dort-
mund” und „Essen“ eine erheblich größere Menge Firnis beanspruch-
ten als Lithopone Marke „Sachtleben‘, Es war zunächst beabsichtigt,
für die entsprechenden Vergleichsanstriche jeweils genau dieselbe
Verdünnung anzuwenden, doch erwies sich dies als unmöglich, da
insbesondere die Lithopone „Essen” bei Zumischung der für. Marke
„Sachtleben‘ ausreichenden Menge Firnis nicht streichfähig war. Die
Farben wurden deshalb jeweils bis zur normalen, also bei den ent-
sprechenden Anstrichen gleichen Konsistenz verdünnt. Es ergab sich
dabei bei 3 Anstrichen im Vergleich zu Marke „Sachtleben“ bei
Lithopone „Dortmund“ insgesamt ein Mehrverbrauch an Firnis von
19 %, bei Lithopone „Essen“ von 40 % (einschließlich eines kleinen
Zusatzes von Terpentin beim II, Anstrich).
Trotz der nunmehr gleichmäßigen Konsistenz der Farben zeigten
sich auch in der Ausgiebigkeit bemerkenswerte Unterschiede, Bei
der Grundierung war der Verbrauch bei den 3 Farben ziemlich genau
gleich. Beim zweiten und dritten Anstrich zusammen ergab sich
gegenüber Marke „Sachtleben“ bei Lithopone „Dortmund“ ein Mehr-
verbrauch von 4,5 %, bei Lithopone „Essen“ ein Mehrverbrauch von
12,5 % an streichfertiger Farbe, oder umgekehrt bei gleichem Farb-
aufwand eine entsprechend geringere Deckkraft.
b) Die Trockenfähigkeit
wies bei den drei Farben keine bedeutenden Unterschiede auf; Litho-
Pone „Essen“ schien etwas langsamer zu trocknen,
c) Lichtechtheit.
Die gut durchgetrockneten Anstrichproben wurden zum Teil mit
Starkem Papier überdeckt und dem hellen Tageslicht (jedoch nicht
Srellem Sonnenlicht) ausgesetzt. Nach etwa 6 Stunden wurden die
Papierstreifen entfernt und es zeigte sich bei den Anstrichen mit
Lithopone „Dortmund‘ und Lithopone „Essen‘“ eine deutlich sicht-
bare, gleichmäßige Graufärbung der dem Licht ausgesetzten Flächen,
d) Haltbarkeit der Anstriche.
In der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit war die vergleichs-
Weise Beurteilung der Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse nicht
möglich. Nach einigen kurzen Laboratoriumsversuchen (Einwirkung
von Ammoniakdämpfen, schwefliger Säure usw.) scheinen wesent-
ve Unterschiede der drei Farben in dieser Hinsicht nicht zu be-
Stehen.
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