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experiment bestätigt worden ist. Man glaubt, daß dem polierten
Reis gewisse als „spezifische Nahrungsstoffe‘“ bezeichnete Stoffe
fehlen, die im unpolierten Reis (also in den äußeren Schichten
des Reiskorns) und in den andern eben genannten Nahrungsmitleln
vorhanden sind. Röhmann hat sie „Ergänzungsstoffe‘‘
genannt, bekannter sind sie heute unter den Namen
„„Nutramine‘‘, „Vitamine‘‘. Ihr chemischer Bau und ihre
Entstehung sind noch unaufgeklärt. Den im Reise enthaltnen
Ergänzungsstoff kann man durch Alkohol aus der Reiskleie ausziehen.
Die Entdecker dieser Substanz, Fraser und Stanton,
gaben ihr den Namen „Oryzanin‘“. Daß dem Reis durch das
Polieren auch sonst sehr wertvolle Nahrungsstoffe verlorengehen,
ist ebenfalls festgestellt.
Im Handel unterscheidet man die Reissorten nach den Ursprungsländern,
und die Sorten einiger Länder außerdem nach
den Ausfuhrhäfen oder den Anbaugegenden (94, II, S. 144; 23,
S. 111—129). Natürlich gibt es bei den einzelnen Sorten Güteund
Wertabstufungen, die von dem Ernteausfall, dem Schälund
Polierverfahren, dem Sieben und Sortieren abhängig sind.
Von den in Deutschland gangbarsten Handelssorten werden
folgende Güteklassen unterschieden: ff. Tafel (feinster Tafelreis),
Tafelreis, Mittelreis, kurzer Reis, Bruchreis. — Die wichtigsten
Handelssorten sind:
A. Ostindischer Reis.
a) Burma- Reis, nach den Hauptausfuhrhäfen Rangun,
Akyab, Moulmein und Bassein unterschieden und benannt. Der
von Akyab ausgeführte Reis kommt gewöhnlich unter dem
Namen Necranzie, weniger häufig unter der Bezeichnung
Arracan in den Handel. Rangun und Bassein sind die härtesten
und haltbarsten Sorten; Moulmein und Necranzie sind etwas
weniger hart, letzterer oft von ziemlich geringer Güte
b) Bengal- Reis. Hauptausfuhrhafen Kalkutta. Die Hauptmenge
besteht aus Sorten von ziemlich geringer Güte, die unter
der Bezeichnung „Bengal‘‘ in den Handel kommen. Der weiße,
harte „Patna‘® wird dagegen als eine der besten ostindischen
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