Full text: Theorie der forstlichen Oekonomik

3.. Holzpreis. 
ein Gleichbleiben, von 1890 bis 1900 sogar einen scharfen Anstieg der 
Holzpreise, gegenüber einem Sinken der allgemeinen Preislinie. Von 1900 
bis 1912 steigen die Holzpreise ungefähr gleichlaufend der Großhandels- 
Indexrziffer, aber stärker als die von uns als Teuerungsmaßstab gewählten 
landwirtschaftlichen Produkte. 
Ein absoluter Teuerung szuw achs des Holzes ist 
mithin in Deutschland vor dem 
. Kriege nur für den Zeitraum 
von 1880 bis 1900 festzustellen, 
während vorher und nachher die 
Holzpreislinie ziemlich genau mit 
der allgemeinen Preislinie über- 
einstimmt, die Preissteigerung 
des Holzes also nur als re - 
lativer Teuerung szu- 
w a ch s anzusehen ist. 
Wir werden sehen, daß sich 
auch die Ur s a <h e des ab- 
soluten Teuerungszuwachses des 
Holzes in dem Zeitraum nach 
1880 unschwer feststellen läßt. 
M Zu diesem Zwecke geben wir 
hierunter eine graphische Dar- 
. stellung (Abb. 3) der in den 
GC ZG Hill cos s 
Abb. 3. 1 km Nutzhholz, Brennholz!) und 
In den preußischen Staatsforsten erzielte Durch- Gesamtholzmasse, nach Jahr- 
[zit tete sir 1 tre trustss c P t:; fünften zusammengezogen, von 
1885/89 bis 1910/12, auf die 
Preise des Iahrfünfts 1885/89 ~ 1 bezogen. Eine Trennung der Preise 
nach Nutzholz und Brennholz ist vorher nicht erfolgt. Die Zahlen finden 
sich im Anhang, Tafel 3. 
Wir ersehen aus der graphischen Darstellung, daß von 1885/89 bis 
1910/12 die Gesamtholzpreise bedeutend stärker gestiegen sind als die 
Nutz- und Brennholzpreise. Diese erhöhte Steigerung kann nur die Folge 
der schärferen Nutzholzaushaltung sein, die in dem gleichen Zeitraume 
1) Nach Endres, I. c., S. 93. 
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