ITT. (TajMtel.
Die Dop|)ol- oder Altcinativwiiliiuii!:.
Der Gedanke, Gold und Sillier gleiclizeitip; als Grundlage
des Miinzwesens zu wählen, indem man hehle Kdelmetalle in
eine bestimmte Werthrelation bringt, entstand schon im Alter
thum , als ln einzelnen Cultuvstaaten, insbesondere in Koni,
durch' die Gäufiing der Edelinetallvorriithe die Kaiifkratt des
Goldes wie des Silbers derart gesunken war, dass das erstcre
anting zu Zwecken des grossen Verkehrs unhandlich zu werilen.
Dass man in diesem Falle nicht einfach zur Goldwährung
überging, hat mehrere Gründe: man scheute vor Allem die
Kosten des Währnngsweehsels, die in jenen Zeiten relativ noch
weitaus bedeutender gewesen wären als gegenwärtig , wo die
ungeheure lüasse des aufgespeicherten Vorraths sowohl als
der laufenden Production beider Edelmetalle seihst die gross-
artigsten Münzmassregeln eines einzelnen Staates verhaltnisa-
mässig doch leicht durchführbar macht; sodann aber war das
Silhergeld für zahlreiche Bedürfnisse allerdings zu schwel,
dagegen aber das Goldgeld für manche , nicht minder beach-
tenswerthe Verkehrszweige noch allzu kostbar. Da man nun
bemerkte, dass die Werthrelation der beiden Edelmetalle sich
in der Regel durch längere Zeiträume mit geringtugigeii
Schwankungen auf derselben Hohe erhalte, so liciiützte man
diesen Umstand zu einer gesetzlichen Fixiriing des V erthver-
hältnisses der Gold-' und Silbermünzen. Jtan war sich dabei
sehr wohl bewusst, einen Eingriff in die natürliche Grdniing