fullscreen: Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

716 
12, 
13 
{4 
15. 
16 
7 
[8. 
Belegstellen. 
Dieses System ist das vorherrschende in den Districten um Wolver- 
hampton, und wird am öftesten von sogen, „kleinen Meistern“ ge- 
missbraucht, Leuten, die entweder selbst Tagelöhner sind, oder wenn 
sie für eigene Rechnung arbeiten, mit ihren Lehrlingen zusammen 
ırbeiten. 
Einige Arbeitgeber dieser Districte haben die Gewohnheit, die Kinder 
lurch eine einfache schriftliche Uebereinkunft für ihre Arbeit zu 
miethen. Bei Uebertretung derselben kann der Wortbrüchige einge- 
sperrt werden, was auch in der That öfters ohne Rücksicht auf das 
Alter desselben zu geschehen pflegt, 
In diesen Districten ist es allgemein Sitte der Eltern, bei den Arbeit- 
gebern Geld zu leihen und für die Wiedererstattung desselben sich 
durch besondere Uebereinkunft zu verpflichten, es von dem Lohn der 
Kinder zu entnehmen; ebenso verhält es sich in Birmingham und 
Warrington, während man in den meisten übrigen Orten keine Be- 
reise für die Existenz dieses Systems vorfand. 
[n einigen wenigen Gewerben und Manufacturen, die aber sehr aus- 
gedehnt sind, wird Sorge getragen, dass Werkstätten oder sonstige 
Oertlichkeiten, wo die Arbeit verrichtet wird, in einem anständigen, 
gesunden und unschädlichen Zustand erhalten werden; in der grössern 
Mehrzahl sind aber die Werkstätten, in allem was Abzugsgräben, 
Ventilation und gehörige Regulirung der Temperatur anbelangt, höchst 
schlecht bestellt, ja sogar auf Reinlichkeit wird wenig oder gar nicht 
seachtet, 
Selbst da, wo giftige Substanzen in den Gewerben und Manufacturen 
ıngewendet werden, besteht in der Regel keine Einrichtung zum 
Wechseln der Kleider beim Nachhausegehen, oder zum Waschen, 
wenn die Arbeiter während der Essstunden in der Fabrik bleiben, 
noch seltener findet sich eine Vorrichtung, vermög welcher die Ar- 
heiter ihr Essen zurichten oder wärmen können. 
In allen Distrieten sind die Aborte in einem ekelerregenden unfläthi- 
zen Zustand und in vielen Fällen müssen dieselben von Männern 
ınd Frauen zusammen benutzt werden; aber in fast allen kürzlich 
antstandenen Gebäuden hat man viel mehr wie in solchen älteren Da- 
ums dafür Sorge getragen, dass die Gesundheit und Bequemlichkeit 
Jjer Arbeiter hinlänglich beachtet werden. 
Diejenige Arbeit, an welcher Kinder und junge Leute angestellt wer- 
Aen, ist selten anstrengend oder nur mühevoll; und nur sehr selten 
sind Verrichtungen von schädlicher Natur, in welchen Kinder beschäf- 
ägt werden, nur bilden einige Verrichtungen, die mit der Fabrikation 
von Metall- und Töpferwaaren und Glas zusammenhängen, hiervon 
eine beklagenswerthe Ausnahme, 
‚9. In einigen wenigen Fällen übersteigt die Arbeitszeit nicht zehn Stun- 
den. die Zeit während der Mahlzeiten abgerechnet, manchmal aber
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.