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Die Leistungsfähigkeit der Kohlenjumper, welche mit einem
Gang von 7 bis 9 Mann, von denen 4 bis 5 das eigentliche
Jumpen besorgen, die Körbe aus dem Schiffsraum hinaufbefördern,
deren Inhalt, dann mittels Schüttrinnen in die Schuten gestürzt
wird, beträgt ca. 10 Tonnen pro Stunde, d. h. pro Mann etwas
über 1 Tonne. Die Donkeys erfordern weniger Mannschaft und
leisten pro Stunde ca. 2 Tonnen mehr. Weitere Löschmethoden gab
es bis vor kurzem beim Umschlag vom Kohlendampfer ins Flußfahr
zeug nicht. Der Ladebetrieb dagegen, der später behandelt wird,
die sogenannte Bunkerei, zeigt entwickeltere Einrichtungen, da bei
ihm ja auch auf eine möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmende
Abfertigung des bunkernden Dampfers ein ganz anderes Gewicht
gelegt werden muß, wie bei den ankommenden Kohlendampfern,
denn die häufig in Linien verkehrenden Fracht- sowohl wie
Passagierdampfer sind an bestimmte Abfahrtszeiten gebunden.
Die großartigsten Anlagen, was schwimmende Einrichtungen
zum Löschen von Kohlendampfern betrifft, hat von den europäischen
Festlandshäfen bis zum Jahre 1912 hin nicht Hamburg, sondern
Rotterdam. Dort befindet sich allein im Besitz der »Steenkolen
Handels Vereeniging« 12 Dampfkräne, davon 11 mit je 150 Tonnen
und 1 Kran mit 70 Tonnen stündlicher Leistung; die »Scheepvaart
en Steenkolen Maatschappij« besitzt 5 Dampfkräne mit je 70 Tonnen
stündlicher Leistung bei 5 Tonnen Tragkraft und einen Dampfkran
mit 200 Tonnen stündlicher Leistung, und im Besitz der »Stuwar-
doors My. Victoria« sind drei Dampfkräne von je 8 Tonnen Trag
kraft 1 ). Mit dieser Aufzählung sind bei weitem noch nicht alle
Zurüstungen für den Kohlenverkehr erschöpft, es sind nur die
Einrichtungen genannt, die besonders zum Löschen der Kohlen
dampfer benutzt werden; auf alles übrige werde ich bei der
Kohlenbunkerei zurückkommen. Der gleiche Bericht, dem die
genannten Zahlen entnommen sind, erwähnt aus dem Jahre 1901,
daß zu jener Zeit in Rotterdam noch ein Heer von Trägern auf
Leitern auf- und abkletternd, von Staub umhüllt, die Kohlen in
Säcken transportierte, daß dann durch die schwimmenden Dampf
kräne mit selbsttätigen oder anderen Förderkörben und mit 50
bis 70 Tonnen stündlicher Leistung, ebenso durch die sogenannten
Jacobsleitern * 2 ) das Löschen und Laden merklich verbessert wurde.
Rotterdam ist es in der Tat gelungen, durch seine modernsten
V Mitgeteilt im Berichte für den 12. internationalen Schiffahrtskongreß. Phila
delphia 1912, von Wouter Cool und A. de Canter, Rotterdam.
2 ) Kleine Elevatoren mit 60 Tonnen stündlicher Leistung.