Metadata : Fortschritt und Armut

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Buch  III.

Die  Gesetze  der  Verteilung.

druck  betrifft,  welcher  den  Ertrag  des  Kapitals  bezeichnen  soll,  so  herrscht
darüber  in  den  Werken  der  tonangebenden  Richtung  eine  ganz  absonderliche ­
  Zweideutigkeit  und  Verwirrung.
Von  den  Worten  des  gewöhnlichen  Sprachgebrauchs  kommt  das
Wort  Zins  dern  ausschließlichen  Ausdrucke  des  Begriffs  einer  Vergütung
für  Kapitalnutzung  am  nächsten,  denn  dasselbe  involviert  wie  es  gewöhnlich ­
  gebraucht  wird,  die  Vergütung  für  Kapitalnutzung  ausschließlich ­
  aller  Arbeit  für  Verwendung  oder  Verwaltung  des  Kapitals,  sowie
ausschließlich  jedes  weiteren  Risikos  als  desjenigen,  das  mit  der  Sicherheit
des  beliehenen  Gegenstandes  verknüpft  ist.  Das  Wort  Gewinn  ist,
wie  es  gewöhnlich  gebraucht  wird,  beinahe  gleichbedeutend  mit  Einkommen ­
  und  bedeutet  eine  über  eine  ausgegebene  Summe  hinaus
zurückemxfangene  Summe,  involviert  auch  häufig  Einnahmen,  die
eigentlich  Grundrente  find,  während  es  fast  immer  Einnahmen  einschließt, ­
  die  eigentlich  Löhne,  sowie  Vergütungen  für  das  den  verschiedenen ­
  Kaxitalverwendungen  eigentümliche  Risiko  sind,  wofern  also
dem  Sinne  des  Wortes  nicht  äußerste  Gewalt  angetan  wird,  darf  es  in
der  Nationalökonomie  nicht  gebraucht  werden,  um  den  auf  das  Kapital
entfallenden  Anteil,  im  Gegensatze  zu  den  der  Arbeit  und  den  Grundbesitzern ­
  zukommenden  Anteilen,  zu  bezeichnen.
Übrigens  ist  alles  dies  in  den  Hauptwerken  der  Nationalökonomie
anerkannt.  Adam  Smith  erläutert  treffend,  wie  die  Löhne  und  die
Vergütungen  für  Risiko  einen  bedeutenden  Teil  der  Gewinne  ausmachen,
indem  er  darauf  hinweist,  wie  der  große  Verdienst  der  Apotheker  und
kleinen  Krämer  in  Wirklichkeit  der  Lohn  ihrer  Arbeit  und  nicht  die  Zinsen
ihres  Kapitals  sind;  wie  ferner  die  bisweilen  in  gewagten  Geschäften
gemachten  großen  Gewinne,  wie  beim  Schmuggel  oder  im  Holzhandel,
tatsächlich  nur  Vergütungen  für  Lxtrarisiko  sind,  das  auf  die  Länge
den  Ertrag  des  dazu  verwendeten  Kapitals  auf  den  gewöhnlichen  Satz
oder  darunter  drückt.  Ähnliche  Erläuterungen  werden  in  den  meisten
der  späteren  Werke  gegeben,  wo  der  Gewinn  ausführlich  in  seinem  gewöhnlichen ­
  1501116  definiert  ist,  vielleicht  mit  Ausschluß  der  Grundrente.
)n  allen  diesen  Werken  wird  dem  Leser  gesagt,  daß  der  Gewinn  aus
drei  Elementen  bestehe,  aus  dem  Lohne  für  die  Aufsicht,  der  Ausgleichung
für  das  Risiko  und  den  Zinsen,  d.  h.  der  Vergütung  für  die  Benutzung
des  Kapitals.
Demnach  kann  der  Gewinn,  weder  seinem  gewöhnlichen,  noch
dem  ihm  von  der  herrschenden  Nationalökonomie  ausdrücklich  beigelegten ­
  Sinne  nach,  einen  jplatz  in  der  Erörterung  der  Güterverteilung
unter  die  drei  Faktoren  der  Produktion  haben.  Sowohl  dem  gewöhnlichen ­
  wie  dem  ihm  ausdrücklich  beigelegten  Sinne  nach  bedeutet  die
Rederei  von  einer  Verteilung  der  Güter  in  Grundrente,  Lohn  und  Gewinn
nichts  anderes,  als  wenn  man  von  der  Teilung  der  Menschheit  in  Männer,
Weiber  und  Menschen  spräche.
Dennoch  -  geschieht  dies,  zur  äußersten  Verwirrung  des  Lesers,
            
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