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gütern nicht durch Ausfuhrzölle ungebührlich behindert
werden sollte und daß bei solchen Ausfuhrzöllen, mögen Jie
nun einem fiskalischen Zweck dienen oder dazu bestimmt
sein, außerordentlichen oder unabweisbaren Umständen
Rechnung zu tragen, keine Diskriminierung zwischen
verschiedenen fremden Ländern stattfinden sollte.
Endlich sollten Handelsverträge die bedingslose Meist-
begünstigungsklausel in ihrer weitesten und liberalsten
Form enthalten. Es wird dem Völkerbund empfohlen,
die Möglichkeit zu prüfen, klare, einheitliche Grundsätze
über diese Klausel und gemeinsame Richtlinien über
Handelsverträge aufzustellen.
1. Tarifsätze
Gegenwärtiger Stand der Tarife
Die der Konferenz vorliegenden Angaben, die in dem
gesammelten Material oder. in den Erklärungen der
Konferenzmitglieder enthalten sind, zeigen, daß die Er-
holung von den Wirkungen des Krieges übermäßig
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oder weniger schwer behindert wird.
Die Konferenz stellt mit Befriedigung fest, daß einzelne
der schädlicheren Formen der unmittelbar nach dem Kriege
bestehenden Erschwerungen aufgehört haben. Dieser
Tatsache ist die bisher erzielte Erholung des Welthandels
teilweise zuzuschreiben.
Andererseits sind die Zölle, die in den leßten Jahren
eine steigende Tendenz zeigten, zum größten Teil höher
als vor dem Kriege und stellen zur Zeit eins der wichtigsten
Hindernisse für den Handel dar. In den meisten Ländern
ist die Zunahme fast durchweg der Jollerhöhuna für
Fertigwaren zuzuschreiben. t
In Europa hat sich das Problem noch schwieriger ge-
stallet durch politische Umwälzungen, die zahlreiche
Grenzen verändert und die Anzahl der verschiedenen
Jollgebiete von 20 auf 27 erhöht haben, die sämtlich eine
durch JZollschranken verteidiate unabhängige Volkswirt-
schaft anstreben.
Die schädliche Wirkung dieser Handelstarife ist in
vielen Fällen durch deren beständige Änderung verstärkt
worden. Die dadurch bedingte Unsicherheit hat den Ab-
schluß langfristiger Verträge unmöglich gemacht. Die
Staaten haben es versäumt, dieser Lage durch lang-
fristiae Handelsverträae entgegenzutreten.
Ursachen
Dieser Stand der Dinge ist in weitem Maße dem Streben
zuzuschreiben, den aus dem Kriege entstandenen un-
nalürlichen Verhältnissen zu begegnen. So sind zum
Beispiel viele Sölle zum Schuße gegen eine Waren-
flut aus Ländern mit fallender Währung erhoben worden.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß selbst die schnellste Hand-
i : habung der Tarife kein wirksames Verfahren ist, um den