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Eröffnung des Kongresses.
Der Kongreß wurde am 10. Februar 1927, abends 8 Uhr, durch eine
Begrüßungsansprache von
S. O. Davies (England),
dem 2. Vorsitzenden der Bergarbeiter von Südwales und Mitglied der Exeku-
tive des englischen Bergarbeiterverbandes, eröffnet.
{* möchte hier als Vorsitzender meine große Freude über diese Konferenz
und über die Inspirationen, die diese mir gibt, aussprechen. Es ist wohl
überflüssig, noch einmal der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß wir zwischen
jetzt und dem Schluß der Konferenz nicht nur fester aneinandergeschlossen
sein mögen, sondern daß wir alle, mögen wir nun aus China, Indien, Groß-
britannien oder irgendeinem anderen imperialistischen Lande kommen, er-
kannt haben werden, daß unsere Interessen gemeinsam sind.
Wenn es mir gestattet ist, noch persönlich ein Wort hinzuzufügen, so
möchte ich die aufrichtige Hoffnung aussprechen, daß diese Konferenz uns
allen klarmachen möge (ich spreche als ein Produkt einer der wohl
ältesten imperialistischen Mächte der Welt), daß wir nicht zusammengerufen
worden sind, um bloß unser Mitgefühl mit den Arbeitern Chinas, Indiens
Oder eines anderen unterdrückten Landes der Welt auszudrücken. Ich er-
kläre, daß heute das Problem der chinesischen Arbeiter absolut das Problem
der britischen Arbeiter wird. Die folgenden englischen Redner werden wahr-
scheinlich erläutern, daß der Imperialismus (und wir verstehen das immer
besser ) nichts als Kapitalismus ist. Die britischen Arbeiter begreifen
in immer größerer Zahl, daß der Imperialismus nicht nur eine Phase des
Kapitalismus ist, nicht nur eins der Probleme des Kapitalismus, sondern der
Imperialismus und der Kapitalismus, wie wir sie heute innerhalb der großen
imperialistischen Mächte wirken sehen, sind absolut ein und dasselbe. Der
Kapitalismus dieser Spätzeit ist Imperialismus.
Ich hoffe, daß die Vertreter der andern Länder mit Freude feststellen
werden, daß wir anfangen, das Problem der unterdrückten Rassen als absolut
identisch anzusehen mit dem Problem der in immer steigender Weise unter-