schiedenen möglichen Kaufzwecke hervorgehoben werden, zu
empfehlen.
Am besten ist es, wenn die Eignung des Buches zur Erfüllung
möglicher Kaufzwecke (Befriedigung bestimmter idealer Inter-
essen, praktischer Nutzen usw.) schon aus dem Titel resultiert.
Man müßte daher eigentlich soweit als irgend möglich schon
durch den Titel oder doch den Untertitel eines wissenschaftlichen
Lehrbuches zeigen, ob es nur die Hauptsachen behandelt oder ob
es mehr enzyklopädisch gerichtet ist, ob es für Anfänger oder
auch für das große Publikum bestimmt ist, ob es mehr zusammen-
fassender Natur ist oder ob der Autor auf seine neuen Ideen den
Hauptwert legt usw. Dieser Forderung steht freilich die andere
gegenüber, daß der Titel möglichst kurz sein soll und daß daher
ein Untertitel möglichst zu vermeiden ist. Denn je kürzer der
Titel ist, desto besser prägt er sich unter sonst gleichen Be-
dingungen ein. Je einprägsamer er aber ist, desto größere
psychische Bereitschaft besitzt er, desto leichter wird er einem
also bei den verschiedensten Gelegenheiten einfallen, desto
kauffördernder wird er also wirken. In der Praxis wird man
daher ein Optimum suchen, d. h. man wird nach Kürze streben
und die eventuelle Befriedigung von Kaufzwecken durch das
Buch, soweit im Titel "hierauf nicht hingewiesen werden kann,
in anderen Reklamen (Waschzettel, Prospekte usw.) betonen. Da
sehr viele Rezensenten bekanntlich fast nur das Vorwort ge-
nauer lesen, so ist zu bedenken, daß die Aufzählung der in Frage
kommenden Kaufzwecke im Vorwort als Grundlage dafür dienen
kann, daß sie. durch Rezensionen allgemeiner bekannt gemacht
werden. Freilich sollte ein jeder Autor eines Buches, dessen prak-
tischer oder idealer Nutzwert, nicht aus dem Titel erhellt (ganz
unbekümmert um Reklamefragen), schon im persönlichen Inter-
esse des Lesers im Vorwort sagen, wozu das Buch dient. Eine
Ausnahme hiervon machen nur Werke der schönen Literatur, bei
denen solche Ausführungen aus künstlerischen Gesichtspunkten
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