bei einer zweiten 6 Hüte verwendet. Die Anzahl der Beschauer
eines Fensters schwaänkte bei den Versuchen!) zwischen 71 und
208. Lysinski kam nun zu den Tabellen, die ich S. 70 mitteile.
In ihnen ist unter „Prozentuale Beschauerfrequenz‘“ angegeben,
wie viele Beschauer eines Fensters auf je 100 Straßenpassanten
kamen. Die mit Buchstaben (a, b) bezeichneten Tabellen be-
ziehen sich auf verschiedene Untersuchungen derselben Frage.
Nach den Tabellen von Lysinski waren, wie man sieht, die
Schaufenster mit Preisangabe und die ohne dekoratives Beiwerk
denen ohne Preisangabe und mit dekorativem Beiwerk überlegen
(vgl. 1 und 4). Die Schaufenster mit „mehr“ (20) Gegenständen
lockten bei zwei verschiedenen Untersuchungen mehr Beschauer
an und führten zu mehr Käufen als die mit weniger Gegenständen
(vgl. 3a und 3b), wenn auch hier aus den beiden Untersuchungen
gleiche Schlüsse über die Wirkung der Schaufenster auf die Zeit
der Beschauung und die Häufigkeit der Bezugnahme nicht ab-
geleitet werden konnten. Die Frage, ob die bunten oder ein-
farbigen Schaufenster größeren Einstellungswert für den Kauf
der Waren hatten, wurde durch die Resultate zweier Unter-
suchungen entgegengesetzt beantwortet, wenn auch die bunten
Fenster mehr Leute anlockten als die andern und auch noch im
Laden mehr Interesse erregten. (Häufigkeit der Bezugnahme!)
Beispiele für Experimente im Reklamegebiet sind auch Versuche
von D. Starch?). Er benützte Hefte von zwölf Seiten. Jede Seite
zeigte nur eine sinnlose Silbe, die in ihrer Mitte aufgedruckt
war. 50 Versuchspersonen mußten die Hefte durchblättern. Es
zeigte sich dann, daß die Silben auf der ersten und letzten Seite
von 34, die auf der zweiten und vorletzten Seite von 26 Per-
sonen behalten wurden, während hingegen die einzelnen Silben
1) Vgl. E. Lysinski, Zeitschrift für Handelswissenschaft und Handels-
praxis. 192. Jahrgang. 1919/20. 58. 6ff.
2) D. Starch, Judieious Advertising. New York 1909.
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