x x. Verhältnis von Kapital und Arbeit
Fleisch und Blut, ja sogar ein Mensch mit einer Seele ist, und
daß man ihm jenen Grad von Arbeitsfreudigkeit schaffen
muß, den die moderne Technik noch zuläßt. Ständig schwillt
die Literatur über die Psychologie der Arbeit, über den Men-
schen als Produktionsfaktor, über die besten Methoden der
Behandlung der im Unternehmen Beschäftigten 144, Wie heute
vielfach über diese Fragen gedacht wird, zeigt wiederum ein
Wort des jungen Rockefeller: „Wir Unternehmer haben bis
jetzt unsere Betriebsleiter und Direktoren hauptsächlich nach
ihren Fähigkeiten als Leiter der Erzeugung und als Finanz-
kräfte ausgesucht, während die wachsende Spannung in der
Arbeiterschaft es notwendig macht, die wichtigste Qualifika-
tion für diese hohen Betriebsstellungen in der Fähigkeit zu
suchen, mit den Arbeitern erfolgreich und freundschaftlich
umzugehen.‘ 145
Man gibt Arbeitern und Angestellten während der Arbeit
„pep“, Pfeffer, d. h. man sucht diese durch alle möglichen
Spiele und Vorführungen während der Pausen zu würzen,
man bemüht sich, durch Verkürzung der Arbeitszeit und hohe
Löhne ihnen Möglichkeit zu geben, sich zu erholen, zu bilden,
sich moralisch zu entwickeln; es wird über die Gefahren
nachgedacht, die notwendigerweise bei Menschen entstehen
müssen, die der freien Zeit ganz ungewohnt sind und mit ihr
nichts anzufangen wissen. 146 In manchen Fabriken geht diese
Sorge für die Arbeiter schon so weit, daß man sich um ihre
häuslichen Verhältnisse bekümmert. Nach allen Richtungen
macht sich das Bestreben geltend, eine Einschränkung der
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