Full text: Rationalisierung und Wirtschaftlichkeit in der Kali-Industrie

end gültig hinnehmen und daraus die Folgerung einer Preiserhöhung ziehen 
kann, müssen in ganz anderer Weise als dies bisher geschehen ist, Veweise für das 
Mißlingen erbracht und die Gründe hierfür aufgedeckt werden. Der Rationali- 
herz!" tus ur at. regnen Hrrg!thruwa.veurteut werser 
zesses unausbleiblich auftreten, Maßnahmen zu ergreifen, die erst bei einem end- 
gültigen Mißlingen möglicherweise in Erwägung gezogen werden könnken, würde 
t t Get ff ULS traseri;ler ; Sÿütigtiües ud date tabres 
Maßgebend für die GR ist weiter die Erwägung, daß durch eine 
Preisssleigerung wahrscheinlich eine Verringerung des Absatzes und damit eine noch 
“ § U2LG1 N UR GORE; KG shes zie vos 
mir ausgesprochene Beanslandung des Preiserhöhungsbeschlusses wird innerhalb der 
im § 91 der Ausführungsbeslimmungen zum Kaliwirlschaflsgesehß vorgesehenen Frisl 
von zwei Wochen herbeigeführt werden." 
Die Beanstandung ist auch fristgemäß vom Reichswirtschaftsminister aus- 
gesprochen und damit die vom Reichskalirat beschlossene Preiserhöhung außer 
Kraft gesetk. Der Reichswirtschaftsminister gab den Kaliindustriellen zu ver- 
stehen, daß eine Preiserhöhung für Kalisalze einer Unterstützung der Industrie 
aus Mitteln der Allgemeinheit gleichkäme. Wir als Arbeitnehmer dagegen 
stehen genau wie der Reichswirtschaftsminister auf dem Standpunkt, daß eine 
Preiserhöhung eine Verminderung des Absatzes herbeiführen würde, was in 
Rücksicht auf die deutschen Ernkeerträge und die Lage des Arbeitsmarktes 
verhindert werden muß. . 
Man darf annehmen, daß der Reichswirtschastsminister Dr. Curtius über 
die Verhältnisse in der Kali-Industrie sehr gut unterrichtet ist. Er war früher 
im Wintershall-Konzern tätig und wurde aus dem Kalisyndikat als Reichs- 
wirtschaftsminister berufen. Wenn also sselbst ein bürgerlicher Minister und 
Kenner der Industrie die beantragte Preiserhöhung ablehnt, können die 
Arbeitnehmervertreter des Reichskalirats unmöglich für höhere Preise ein- 
treten. Auch wir sind der Ansicht, daß die wirtschaftliche Lage der Kali- 
Industrie bei weitem nicht so trostlos ist, wie sie das Kalisyndikat hinzustellen 
beliebt. 
Es soll von uns auch zugegeben werden, daß sich die Gessamkeinnahme des 
Kalisyndikats gegenüber der Vorkriegszeit vermindert hat. Im Jahre 1913 
wurden die Einnahmen mit 202 484 596,00 Mk. angegeben. Wenn das Kali- 
syndikat für das Jahr 1925 einen Nettoerlös von 13,26 Mk. für den Doppel- 
zentner Reinkali angibt, so beträgt die Nettogesamteinnahme 162 502 581,00 
Mark. Rechnet man dazu den Händlergewinn mit 17 Prozent, welcher in 
der Summe für das Jahr 1913 enthalten ist, so ergibt sich für das Jahr 1925 
eine Brutkoeinnahme von 179 047 259,00 Mk. Gegenüber dem Jahr 1913 ist 
somit eine Mindereinnahme von 23 437 697,00 Mk. = 11,6 Prozent zu ver- 
zeichnen. Diese Mindereinnahme ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß 
die heutigen Auslandspreise bedeutend unter den Inlandspreisen liegen. Der 
Mindereinahme steht aber immer noch die Taksache gegenüber, daß auf den 
Werken eine Senkung der reinen Produktionskossten in einzelnen Fällen bis 
zu 90 Prozent durchgeführt ist. Selbst dem Kaliblock ist es im vorigen Jahre 
möglich gewesen, die Betriebskosten um durchschnittlich 50 Prozent zu senken. 
Die Mindereinnahme von 11 Prozent dürfte dadurch bei weitem ausge- 
glichen sein. 
1 3
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.