Object : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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weiteren  Kapitalanlagen  zu  verwenden  seien.  Tatsächlich  kommen
während  der  Monate  September  1811  bis  April  1812  keine
Berichtigungen  vor,  während  sie  vorher  fast  jeden  Monat  stattfanden. ­
  Die  Rothschild  klagten  in  jenem  Schreiben  über  diesen
unverschuldeten  Ausfall  und  baten  Buderus,  es  beim  Kurfürsten
dahin  einzuleiten,  daß  die  Zahlungen  wieder  kontraktmäßig  wie
bisher  geleistet  würden  und  weiterer  Nachteil  von  ihnen  abgewendet
werde.  Erst  nach  Verlauf  von  Monaten  wurde  dem  Gesuch  stattgegeben. ­
  Am  10.  Mai  1812  resolvierte  der  Kurfürst,  daß  aller
Kassenvorrat  an  Rothschild  auf  die  zu  liefernden  Annuitätenkapitalien
abgegeben  und  hiermit  bis  zur  Berichtigung  der  Kapitalien  fortgefahren ­
  werden  solle.  Da  inzwischen  die  Ersparnisse  sich  gehäuft
hatten,  so  erfolgte  zunächst  eine  größere  Abzahlung  im  Betrage
von  424  000  fl,  im  Juli  eine  solche  von  105  000  fl.  Dann  folgen
kleinere  Summen,  im  März  1813  wieder  eine  größere.  Das  erste
Annuitätenkapital  war  im  Februar  1811,  das  zweite  im  Dezember  1812
vollständig  berichtigt.  Auf  das  dritte  waren  im  März  1813  noch
1  360  375  fl  zu  bezahlen  m .
Außer  den  drei  großen  Kapitalien  hatten  die  Rothschild  noch
mehrere  kleine  zu  realisieren.  Unterm  20.  Mai  1811  bestimmte
der  Kurfürst,  daß  die  von  den  Annuitätenkapitalien  in  London
eingehenden  Zinsen  zum  Ankäufe  weiterer  Stocks  zu  3°/o  in  der
Weise  verwendet  werden  sollten,  daß  Rothschild  dieselben  nach
dem  zuletzt  ausgemachten  Preise  von  73 s /4°/o  zu  liefern  hatte.
Demgemäß  hatte  Rothschild  im  Juli  1811  für  £  16888.15  ein
Kapital  von  22  900  £  anzuschaffen,  dessen  Zinsen  vom  5.  Juli  1811
an  liefen.  Die  Zinsen,  die  bei  den  van  Notten  eingingen,  wurden
durch  Kreditbriefe  auf  die  van  Notten  zugunsten  der  Rothschild
in  Frankfurt  a.  M.  bezogen.  Die  Zinsen  derjenigen  Kapitalien,  die
von  den  Rothschild  selbst  realisiert  waren,  wurden  natürlich  auch
von  ihnen  selbst  bei  der  Bank  von  England  erhoben.  Die  Provision
für  die  Zinsenerhebung  betrug  1 / 2 0 /o,  wie  bei  den  van  Notten.
Im  Juni  1812  wurden  auf  diese  Weise  wieder  £  12  279.7.6
verfügbar,  und  die  Rothschild  hatten  dafür  wiederum  ein  Kapital
zum  Preise  von  73 3 /4  im  Betrage  von  16  650  £  einzuliefern,  wovon
die  Verzinsung  mit  3°/o  am  5.  Januar  1812  begann.  Im  folgenden
Monat  waren  Zinsen  im  Betrage  von  £  19  067.1.2  verfügbar.  Davon
wurden  14  560  £  für  ein  3  °/oiges  Annuitätenkapital  zum  Preise
von  70  im  Betrage  von  20  800  £  verwendet,  dessen  Verzinsung
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