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insgesamt nur einen Wert von 5% Millionen Mark oder
etwa 1,5 Proz. der deutschen Gesamtausfuhr nach den Ver
einigten Staaten, und etwa 900 000 Mark Zölle wurden
erspart. Das gleiche Abkommen aber berührte von der
Einfuhr Amerikas nach Deutschland Waren im Werte
von rund 290 Millionen Mark gleich etwa 30 Proz. dieser
Einfuhr. Dadurch, daß diese Waren nicht nach dem
deutschen Generaltarif, sondern nach dem Vertragstarif
verzollt werden brauchten, wurden beinahe 25 Millionen
Mark Zoll erspart!
Während sich McKinley zu der Auffassung durch
gerungen hatte, daß die Reziprozitätsfrage als das wich
tigste wirtschaftliche Problem zu betrachten sei, das dem
amerikanischen Volk zur Lösung vorliegt, will Präsident
Roosevelt Reziprozität nur als „Magd des Zollschutzes“ („as
the handmaiden of protection“) behandelt wissen. Er emp
fiehlt aus diesem Gesichtspunkt Reziprozität nur insoweit,
als dadurch die amerikanische Industrie und die ameri
kanische Arbeiterwelt nicht geschädigt werden. Und mit
dieser dehnbaren und elastischen Umgrenzung wird es von
seiten der Washingtoner Regierung zu Änderungen in der
Tarifpolitik der Vereinigten Staaten gewiß sobald nicht
kommen. Schon aus manchen anderen Ursachen nicht,
die ich früher genügend beleuchtet habe. Man sagt oft,
wenn man von einer nicht gerade kranken, aber dennoch
unregelmäßigen Herztätigkeit spricht, daß sie nervös ist.
Das trifft auch auf Deutschlands Ausfuhrhandel mit den Ver
einigten Staaten zu. Er ist nicht krank, aber er ist störenden
nervösen Zufälligkeiten ausgesetzt. Er ist nicht stabil und
hat nicht die ungehinderte und freie Entfaltung genommen,
die er gewonnen haben würde, wenn er auf den festen
Boden scharf umschriebener und vor allem stetiger Verträge
gestellt worden wäre — unter Ausschaltung von chikanösen