Contents: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

Frau, seinen Töchtern und zwei oder drei Freunden 
zu Haus, da fragte ihn jemand irgend etwas über seine 
Verhandlungen mit Präsident Cleveland im Jahre 1895, 
als er das Schatzamt aus der Goldkrise rettete, Er 
begann, die ganze Geschichte zu erzählen, mit allen 
Einzelheiten und außerordentlich lebhaft, Es war das 
erstemal, daß einer der Anwesenden richtig erfuhr, 
was sich damals eigentlich in Wirklichkeit ereignet 
hatte. Verschiedene der Anwesenden hatten beabsich- 
tigt, in die Oper zu gehen, und die Damen hatten schon 
die Schals umgelegt, aber niemand dachte mehr daran. 
In einem Sommer lud Morgans Sohn Jack, wie er 
genannt wurde, einen Studienfreund von der Harvard- 
Universität ein, die Nacht mit ihm in dem Landhaus 
bei Highland Falls zu verbringen. „Mein Vater fährt 
abends mit dem ‚Corsair’ her‘, schrieb er ihm, „gehe 
nur an Bord und komme mit ihm her.‘ Der Gast folgte 
dieser Anweisung und fand Morgan auf Deck in einem 
Lehnstuhl sitzen und eine Zeitung lesen. Nachdem er 
sich vorgestellt hatte, holte er eine Zeitung aus der 
Tasche und fing auch an zu lesen. Der „Corsair” fuhr 
den Hudson aufwärts und beide lasen schweigend ihre 
Zeitung, bis die 50 Kilometer zurückgelegt waren. 
Jack Morgan holte sie an der Landungsbrücke ab, und 
als sein Vater ein paar Augenblicke mit ihm allein 
war, sagte er voll Anerkennung: „Das ist einer der 
nettesten Menschen, die ich je getroffen habe.” 
Manchmal war Morgans Landgut Cragston bei 
Highland Falls voll von jungen Leuten, die aus der 
Nachbarschaft zu Besuch gekommen waren, dann saß 
Morgan abgesondert von der lebhaften Gesellschaft, 
in einem bequemen Lehnstuhl, in Gedanken ver- 
sunken und anscheinend nur mit seinen Zigarren be- 
schäftigt, von denen er eine nach der anderen an- 
zündete. 
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