Object: Fabrikorganisation, Fabrikbuchführung und Selbstkostenberechnung der Firma Ludw. Loewe & Co. Actiengesellschaft, Berlin

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Die Betriebsbuchführung. 
Die Arbeitsbegleitkarte. 
Wie Formular 68 veranschaulicht, ist diese Karte derart eingerichtet, 
daß sie auch als Lieferschein gebraucht werden kann. Der Verwalter - 
des Normalienlagers, an welchen sämthche fertige Normalien zur Ab 
lieferung gelangen, quittiert den Empfang auf der rechten Innenseite. 
Die linke Innenseite ist für Revisionsvermerke vorgesehen. Nach erfolgter 
Restheferung bleibt die Arbeitsbegleitkarte im Normalienlager und wird 
von hier ins Lohnbureau geschickt, wo von der Fertigstellung Notiz ge 
nommen und mit der Selbstkostennachweisung sofort begonnen wird. 
Die Materialbestellung. 
Sogleich bei Eingang eines Auftrages werden im Betriebsbureau der 
Normalienfabrik, wie in den anderen Abteilungen, die Materialien in be 
reits bekannter Weise bestellt. Bei vielen Bestellungen auf Normahen läßt 
sich das Material jedoch nicht so genau berechnen, daß die bestellte 
Stückzahl wirklich herauskommt. Da aber das herausgebrachte Quantum 
gezählt wird, und die Selbstkostennachweisung über die Ausbringung, 
nicht über die Bestellung lautet, so ist obiger Umstand für die Klarheit 
der Abrechnung kein Hindernis. 
Die Kalkulation der Akkordlöhne. 
Für sämthche Normalien sind Arbeitsfolge (Reihenfolge der einzelnen 
Arbeitspositionen) und Akkordpreise auf Karten lt. Formular 69 fest 
gelegt. — Auf Grund dieser Karten werden im Lohnbureau die Akkord 
scheine (Form. 70) ausgeschrieben und dem Meister zugestellt. Bei 
Übertragung der Arbeit ist vom Meister der Name des Arbeiters und 
das Datum der Ausgabe auszufüllen. Der Arbeiter hat auf dem Akkord- 
scheine täglich die Arbeitszeit der Maschine oder bei Handarbeit die per 
sönliche Arbeitszeit, außerdem die Stückzahl der fertiggestellten Arbeits 
stücke zu notieren, und bei Fertigstellung die Inventarnummer der be 
nutzten Werkzeugmaschine. 
Täglich, bei Schluß der Arbeitszeit sind alle Akkordscheine über in 
Arbeit befindliche Teile im Lohnbureau abzugeben, damit die Eintragung 
von Stückzahl und Stunden kontrolliert werden kann. Der Lohnbeamte 
ist verpflichtet, die Richtigkeit dieser eingeschriebenen Stückzahlen nach 
Feierabend durch Nachzählen der in der Werkstatt Vorgefundenen fertigen 
Stücke stichprobenweise zu prüfen. Am Morgen des folgenden Tages werden 
die mit einem Kontrollzeichen versehenen Akkordscheine dem Arbeiter 
Avieder zurückgegeben. 
Die Lohnverrechnung. 
Die Lohnverrechnung wird in derselben Weise erledigt wie in den 
vorher besprochenen Abteilungen.
	        
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