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nehmen, wie sich die Verkennung des Umstandes rächt, dass
7Ai allen Zeiten die physische Gewalt und mithin irgend ein
Maass oder irgend eine Form der militairischen Thätigkeit die
rohe Grundlage der Gestaltungen abgegeben habe und in dieser
Function auch niemals ganz ausgemerzt werden könne. Die
Idee der Subaltcrnisation des militairischen Elements, welches
noch überdies mit dom feudalen zusam menge werfen wird, ist
bei Saint Simon äusserst unklar, wenn man ihr nicht etwa das
unterschieben will, was bereits in der Wirklichkeit besteht.
Der ehemalige Oberst konnte keine richtigen politischen Ver
zeichnungen geben, weil ihm das Verständniss für diejenige
Seite der menschlichen Natur fehlte, mit welcher die Bereit
schaft zum Gebrauch der Waffen in einem gewissen Maass
stets verknüpft sein wird. Nach einem festen Knochengerüst
markirter Ideen von eigentlich politischer Natur sehen wir uns
daher vergebens um, und an Stelle der ernsten Scheidelinien
des Rechts im markigen Römischen Sinne des Worts treffen
wir auf eine philanthropische, dem Christenthum nachgeahmte,
im Princip achtengsworthe und discutirbare, sonst jedoch eben
falls keiner unmittelbaren Anwendung fähige Moral. Das
Motto „liebt und helft euch unter einander”, und noch dazu auf
der Schrift „Vom industriellen System”, sagt mehr als eine
weitläufige Erörterung. So gut der diesem Motto entsprechende
Trieb sein möge, wo er naturwüchsig entsteht, natürlich bleibt
und ohne nachträgliche Verwandlung in Selbstbetrug oder
Heuchelei zu verstaudesmässigen Gonsequenzen führt, — so vor
trefflich das Princip im innersten Grunde befunden werde, —
Eins steht aus innern Ursachen und durch das Zeugniss der
Geschichte fest, dass es nämlich ungeeignet ist, eine eigentliche
Politik zu ergeben. Die letztere und das ganze Grundgerüst
der gesellschaftlichen Ordnung müssen vielmehr durch andere
Mächte in einem gewissen Maass verbürgt sein, ehe für den
Einfluss jener Gesinnung auf die öffentlichen Einrichtungen
und auf den Verkehr der Menschen ein gesicherter und gere
gelter Spielraum zur Verfügung steht. Andernfalls gestaltet
sich der betreffende Affect in seinen Bethätigungen verworren
und anarchisch; ja er muss sogar die Quelle der Ungerechtig
keit werden, wenn er glaubt, die angedeuteten Voraussetzungen
seiner politischen und socialen Consequenzen überspringen und