den Vereinigten Staaten viele Zweifler, die der Ansicht waren,
daß es der Gesellschaft unmöglich sein würde, für ihr un-
geheures: Kapital die erforderliche Rentabilität zu erzielen.
Die Zweifel waren nicht unberechtigt. Das bedeutendste
Werk, welches der Steel Corporation einverleibt wurde, war
die Carnegie Steel Co., deren Produktion im Jahre 1900
bereits ein Fünftel der gesamten Stahlerzeugung der Ver-
einigten Staaten umfaßte. Carnegie stellte der neuen Gesell-
schaft für Übertragung seiner Werke die Forderung von
303 450 000 $ in Obligationen,
98 267 120. $ in Vorzugsaktien und
90 279 040 $ in Stammaktien,
also rund 492 000 000 $.
Die Forderung wurde angenommen und belastete die neue
Gesellschaft mit einer festen Jahreszahlung von über
25 Millionen $.
Wie aus einer im Anhange zu dieser Schrift reproduzierten,
von der United States Steel Corporation veröffentlichten Tabelle
(Zahlentafel 4) über ihr Einkommen und dessen Verteilung
hervorgeht, hat diese Vorbelastung der Gesellschaft‘ in den
ersten fünfzehn Jahren ihres Bestehens einen erheblich
größeren Anteil ihres Erträgnisses in Anspruch genommen,
als den Besitzern der Stammaktien zugeführt werden konnte,
In den Jahren 1904 und 1905 sind die letzteren sogar leer
ausgegangen. Ungeachtet dieser ungeheuren Auflage, die
wohl in Vergleich gestellt werden kann mit den heute in
Deutschland bestehenden gewaltigen Lasten der Eisenindustrie
für die Ablösung der staatlichen Steuern und der Auflagen
der Arbeiterwohlfahrtsgesetze, ist es der Leitung der United
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