fünf solcher Convertoren, von denen gewöhnlich drei sich in
Betrieb befinden, während die anderen in Reserve gehalten
werden. Ein einziges Thomasstahlwerk vermag deshalb gewaltige
Mengen von Stahl zu liefern.
Man nennt dieses Stahlherstellungsverfahren das Thomasverfahren
nach dem Namen eines seiner englischen
Erfinder Thomas und Gilchrist.
Das Verfahren ist insbesondere dadurch charakterisiert,
daß die Convertoren mit basischem Material (gebranntem
Dolomit) ausgekleidet werden, um den Prozeß mit einer hochbasischen
Kalkschlacke durchführen zu können. Die Anwendung
einer derartigen Schlacke gibt allein die Möglichkeit,
den im Roheisen enthaltenen Fremdkörper Phosphor in Phosphorsäure
umzuwandeln und diese in der Schlacke aufzusammeln.
Der Prozeß liefert als wichtiges Nebenprodukt die
Thomasschlacke in einer Menge, die etwa den vierten Teil
des Roheisengewichtes ausmacht und nach entsprechender
Feinmahlung als höchst wertvolles Düngemittel der Landwirtschaft
zugeführt wird.
Die im Stahlwerk erzeugten Rohblöcke werden in unmittelbar
neben dem Stahlwerke liegenden Walzwerksanlagen
zu Halb- oder Fertigfabrikaten weiterverarbeitet.
Es ist bemerkenswert, daß es durch die neuere Ausgestaltung
dieser Prozesse möglich geworden ist, die auf diesem
Wege erfolgende Umwandlung des Roheisens in Stahl und
dessen Weiterverarbeitung in den Walzwerken mit Ausnutzung
derjenigen Wärme durchzuführen, die der Hochofen
dem Material einverleibt und zwar einerseits in Form
seiner fühlbaren Wärme, andererseits in Form der im
Roheisen vorhandenen chemischen Energie. Auf dem
ganzen langen Wege vom Hochofen bis zum fertigen
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