Full text: Die Vereinigte Stahlwerke A.-G.

Für die Beurteilung des Wertes der einzelnen Gründer- 
gesellschaften sind aber noch weitere Umstände von Bedeutung. 
Es ist allgemein bekannt, daß zwischen Gelsenkirchen, 
Deutsch-Lux, Bochumer Verein seit 1921 eine 
Interessengemeinschaft, die 
Rhein-Elbe-Union 
besteht, welche seinerzeit auch auf den Siemens-Konzern aus- 
gedehnt wurde. Daß die erweiterte Siemens-Rhein-Elbe- 
Schuckert-Union der Auflösung verfällt, dürfte keinem Zweifel 
unterliegen. Es ist aber auch von Wichtigkeit, zu wissen, ob die 
Rhein-Elbe-Union, welche eine Arbeitsgemeinschaft Kohle 
und Eisen produzierender Werke war, auch noch fortgesetzt 
wird zwischen Gesellschaften, von denen zwei reine Finanz- 
gesellschaften geworden sind, während die dritte, nämlich die 
Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft, sich auf den Weiter- 
betrieb .der Zeche Monopol beschränkt. Würde nämlich die 
Rhein-Elbe-Union weiter bestehen bleiben, so entfielen auf 
die Aktien der drei Gesellschaften gleiche Dividenden. Der 
Bochumer Verein wäre sogar noch insofern im Vorteil, als er 
eine Vordividende von 1%, 2% oder 3% erhält, je nachdem 
Gelsenkirchen und Deutsch-Lux bis zu 5%, zwischen 5 und10% 
oder über 10% Dividende verteilen. Löst sich hingegen die 
Rhein-Elbe-Union auf, so muß sich der Ertrag bei den einzelnen 
Gesellschaften nach der Ergiebigkeit der Anlagen und des 
Portefeuilles richten, die beide aus der Tabelle auf Seite 48 bis zu 
einem gewissen Grade ersichtlich sind. Die Rhein-Elbe-Union 
basiert in erster Linie auf dem Gedanken eines Rohgewinn- 
ausgleichs. Nach demselben Prinzip war auch die erweiterte 
Siemens-Rhein-Elbe-Schuckert-Union errichtet.. Die nach“ 
stehend wiedergegebenen Ausführungen des Herrn Dr.C:; F. 
von Siemens.in der Generalversammlung der Siemens & Halske 
A.-G. am 26, März 1926, welche‘*die Begründung für die 
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