Full text: Zur Wertzollfrage

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schon in Rücksicht auf die hierdurch verschlechterte Basis 
für die späteren Vertragsverhandlungen — als einen 
nicht zu unterschätzenden Nachteil unseres damaligen Ver 
fahrens an, daß in dem Zolltarifentwurfe die Zollsätze 
von etwa 80 Positionen von vornherein freiwillig unter 
den bestehenden Vertragstarif herabgesetzt worden sind. 
Auch verkenne ich keineswegs, daß die von unserer In 
dustrie geführten Klagen ihrem historischen Grunde nach 
zum guten Teil auf die gegen angemessene Jndustriezölle 
gerichtete Gegnerschaft zurückzuführen sind, die sich in der 
Zolltarifkommission des Reichstags auf landwirtschaftlicher 
Seite ausgebildet hatte, nachdem der Zentralverband 
deutscher Industrieller gegen Festlegung von Minimal 
sätzen für die Eetreidezölle aufgetreten war. Im Plenum 
war der durch diesen Gegensatz angerichtete Schaden be 
kanntlich nicht wieder gut zu machen und wurde, wie 
erfahrungsmäßig wohl nie anders möglich, im Verlause 
der Verhandlungen mit den Vertragsstaaten noch ver 
schärft. Immerhin verblieb ein im Vergleiche mit dem 
früheren Zustand ungleich reicheres Gebäude zweckooller 
Tarifpositionen von verfeinerter Abstufung und Gliederung. 
Ich wiederhole indessen auch hier das früher Gesagte, das; 
— so groß auch der gezeitigte Fortschritt an sich war — 
die Vermehrung der Tarifpositionen und die innerhalb 
der einzelnen Positionen zum Teile durchgeführte ange 
messenere Abstufung der Zollsätze nach Beschaffenheits- 
Unterschieden des Zollgutes den klaffenden Wertunter 
schieden innerhalb einer und derselben Beschaffenheits- 
Liffuer, Zur Wertzollfrafle. 7
	        
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