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waltungsapparates handeln konnte. Schon jetzt haben die Er
fahrungen gelehrt, daß jene alten Körperschaften den A.- und
S.-Räten durch passiven Widerstand und offene Rebellion so
große Schwierigkeiten in den Weg legen, daß die A.- und S.-
Räte gezwungen sind, sie vollkommen zu beseitigen. Viel
größer würden die Reibungsflächen zwischen einer National
versammlung sein, , die sich beständig auf ihren Ursprung aus
allgemeinen Wahlen berufen könnte und den A.- und S.-
Räten, die letzten Endes allein aus der Arbeiterklasse her
vorgegangen sind. Der Konfliktsstoff wird so stark werden,
daß es unbedingt zu einem Entscheidungskampfe zwischen
beiden Institutionen und damit zwischen dem Bürgertum und
. der Arbeiterklasse kommen muß. Voraussichtlich wird die
erste Handlung der Nationalversammlung den Versuch dar
stellen, die A.- und S.-Räte entweder ganz zu beseitigen oder
doch ihre Machtbefugnisse so einzuschränken, daß sie nur
noch eine Verzierung der Staatsverfassung bilden. Der Kampf
zwischen Generalität und Soldatenräten um die Kommandoge
walt zeigt deutlich den Weg an.
Schließlich ist eine Auffassung zutage getreten, nach der
die A- und S.-Räte wohl gegenwärtig eine Notwendigkeit, für
die Dauer, aber doch nur eine vorübergehende Erscheinung
seien. Wenn es dpm Proletariat gelungen sei, im neuen
Staatsleben seine Interessen fest zu verankern, würden die
A.- und S -Räte abzutreten und an ihre Stelle eine konsti
tuierende Nationalversammlung zu treten haben. Auch hinter
dieser Auffassung verbirgt sich der Gedanke, daß unsere
gegenwärtigen Wirtschaftsverhältnisse für den Sozialismus
nicht reif seien. daß also ein Sturz der Kapitalistenklasse
und ihre vollkommene Vernichtung wenigstens für lan^e Zeit
hinaus unmöglich sei. Die Diktatur der A.- und S.-Räte
hätte danach nur die Aufgabe. Bedingungen gegen eine voll
kommene Verelendung der Arbeiter unter dem Kanitalismus
zu schaffen. Weiterhin verbirgt sich aber auch hinter dieser
Auffassung der Gedanke, daß die sozialistische Gesellschafts
ordnung eines parlamentarischen Regierungssvstems bedürfe.
Die Aufgabe dieser Schrift soll in dem Nachweis be
stehen, daß der Kapitalismus reif ist für die Vergesellschaf
tung. daß sogar der Sozialismus jetzt eine unbedingte Not
wendigkeit geworden ist, wenn nicht ganze Völker der vo 1 l-
kommenen Verelendung anheim fallen sollen und weiterhin,
daß der Parlamentarismus* ein Fremdkörper in der sozialisti
schen Gesellschaft ist. die sozialistische Gesellschaft vielmehr
eine große Arbeitsgemeinschaft darstellt, deren Träger das
ganze arbeitende Volk ist.