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Abschn. 10. Der römische oiToXöfog.
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kleinen Umfang haben. So bildet, wie Zúpuuv xibpn, auch das Dorf
TepTÛviç eine besondere Tonapxia, denn in P.Teb. II 289 (23 n. Chr.)
wird ein TOTtdpxn? TeßTuvetu? erwähnt; sein Amtssprengel wird
Z. 6 als èni tóttujv bezeichnet, sodaß wir auch hier wiederum auf
die Gleichung tóttoç oder tóttoi gleich xOTrapxia hinauskommen.
Im 3. Jahrhundert werden die arsinoitischen Toparchien nicht mehr
nach Dörfern benannt, sondern nach Nummern \ sie sind jetzt die
Amtssprengel der òeKÚTTpuuToi^.
Die arsinoitische Toirapxia wird selten zur Bezeichnung
des Sprengels der Staatsspeicher benutzt, wie z. B. in P. Fay.
81, 4 (115 n. Chr.): Aibupo? [kui p(éToxoi) (TiToX(ó-foi)] TOTrapx(íaç)
0eaÒ6X(p€Í(aç) xa! ctXXujv [xijupújv]. Dafür pflegte man gewöhnlich
einfacher zu sagen z. B. P. Fay. 264 = P. Stud. Pal. IV S. 118
(117—138 n. Chr.): ’A(pp[o Kai péroxoi mTojXóyoi ’Amáòoç
Kai dXXuuv Kijup[újv]. Groß und zahlreich können die dXXai Kibpai
nicht gewesen sein, da Dörfer, wie BcußadTog®, Bepvixiç AiyiaXoû*,
Baxxiáç®, Nécriou èirokiov®, Mayaíç \ NeíXou iróXiç® usw., ganz abgesehen
von den bekannten großen Dörfern, ihren eigenen Staatsspeicher
hatten.
Indessen ist noch eine andere Erklärung für diese dXXai
Kibpai möglich; sie stützt sich auf P. Amh. 11 69 (154 n. Chr.).
Diese Urkunde ist ein Begleitschreiben der Speicherverwalter bei
Übersendung von Abrechnungen an die ßechenkammer in Alexandreia
am Jahresschlüsse (vgl. Abschn. 12) ; die absendenden Speicherverwalter
nennen sich wie folgt: napà "Hpiuvoç toO‘'HpiJuvo(ç) xai
p€TÓx(iov) criToXÓTUj(v) pépouç nebíou AÒTobÍK(»iç) bi(à) tújv àrrò
Avbpo)Li(axíboç) xai GeoHevíboç. Die oí dnò ’Avbpopaxíboç xai OeoHevíboç
gehören demnach zu den péioxoi des "Hpuuv und sind, ebenso
wie dieser, cjitoXótoi pépouç nebíou Auiobíxriç. Die Dörfer Avbpopax»ç
und ©eoHevíç liegen dicht beieinander, denn nach P. Fay. 40,1
besaßen sie um 163 n. Chr. einen gemeinsamen xiupoYpappaTEÚç ;
daher ist es sehr gut möglich, daß sie auch einen gemeinsamen
^ z. B. P. Fay. 85; P. Oxy. VI 986. Vgl. über die gesamte Frage Grenfell
und Hunt, P. Teb. II S. 352.
* z. B. P. Teb. II 368 (265 n. Chr.) : b€KÒiit(puJTOç) ß Tou(apxíaç) TToX(épujvoç)
k^píboç) ; P. Lips. I 83 (257 n. Chr.) : bexdirpiuTOi ^ xal r\ Toirapxuhv
06PÍÔTOU pepíboç. Über die Dekaproten als Steuererheber vgl. Wilcken, Ostraka
I S. 626 ff.
= P. Grenf. II 47,4. ‘ P. Fay. 82, 2.
* P. Lond. II S. 90 Nr. 315. • P. Fay. 84, 6.
’ P. Fay. 332. * P. Lond. ü S. 92 Nr. 346.