fullscreen: Die Schweiz

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grenzt der querüber ziehende Mont Vuache 1111 m 
die Landschaft nach Südwesten ab. Parallel zu See und 
Jura streicht im Südosten mit hellen Gesteinsbändern 
die schroff aufragende Kalkmauer des Mont Saleve 
1379 in dahin; durch eine Einsattelung gewinnt die 
Zahnradbahn die Plateauhöhe. Der Mont Saleve ist 
der vielbesuchte Aussichtsberg der Genfer. Wie ein 
Schmuckkästchen liegt zu seinen Füßen die reiche, dicht 
bewohnte Mulde, aus der einzelne Flußstrecken der 
großen Rhoneschlingen Heraufschimmern. Die politischen 
Grenzen des Kantons sind enger gezogen als der natür 
liche Bergrahmen der Genfer Landschaft. Allseitig reicht 
französisches Gebiet über die Wasserscheide herüber. Zu 
sammen mit dem Arvetal, das vom Mont Blanc herunter 
steigt und in Genf ausmündet, bilden diese französischen 
Gebietsteile an der Innenseite der Bergzüge eine zoll 
freie Zone; ihr natürlicher Marktort und ihre wirt 
schaftliche Hauptstadt ist Genf. 
Stadt Genf Die Stadt Genf hält mit prächtigen Quaianlagen 
uud einer stolzen Reihe von Hotelbanten das See-Ende 
und den reißenden Ausfluß der Rhone umschlossen. Aus 
beherrschender Höhe thront die Altstadt; ihre um steile 
Gassen gedrängten hohen Häuser umgeben die Haupt 
kirche St. Pierre. Am Fuße des Hügels liegen die 
neueren Quartiere; in ihren stark belebten Straßen be 
wundert man die glänzenden Auslagen der Geschäfte, 
die den Ruhm der Genfer Uhrenindustrie, Goldschmiede 
kunst und Feinmechanik in der Welt verbreiten. Die 
an zwei Elektrizitätswerken in der Stadt und unter 
halb der Arvemündung gestaute Rhone liefert der Industrie 
die Kraft. Genf liegt als bedeutender Handelsplatz am 
Südwesteingang der Schweiz; es unterhält lebhafte Be 
ziehungen zu Südfrankreich und Spanien. Schon vor 
Jahrhunderten bot die Rhonesladt religiösen und politi 
schen Flüchtlingen ein Asyl; die Zugewanderten förderten 
ihrerseits Handel und Industrie und bereicherten in fühl 
barer Weise das geistige Leben.
	        
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