Object: Deutschlands Auslandsanleihen

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Deutschlands Auslandsanleihen. 
stehenden Betrag der Thyssen-Anleihe (10 500 000 $) übernommen 
und zur Ablösung in den Vereinigten Staaten eine 6% % Anleihe 
Serie C in Höhe von 10 815 000 $ abgeschlossen (vgl. unten S. “3. 
Der Rest der Thyssen-Anleihe ist zum 30. Juni 1927 gekündigt 
worden und gelangte daher. mit 101 % zur Auszahlung. Gekündigt 
wurden 3 680 000 $; die Tilgung hat sich also durch Umtausch 
erheblich schneller vollzogen, als ursprünglich vorgesehen war. 
Am 12. August 1925 wurde für die Altmärkische 
Bergwerks A.-G. in Holland eine 8 % Anleihe von 1,25 Mill. M 
zu 98 % von der N. V. Bank- en Handelsvereeniging, Amsterdam, 
aufgelegt. Von der Anleihe werden ab 1. Januar 1929 jährlich 
100 000 GM getilgt, am 1. Januar 1940 der Rest mit 150 000 GM. 
Die Laufzeit hat am 1. Juli 1925 begonnen. Die Gesellschaft wurde 
im Jahre 1923 zur Erschließung von Braunkohlenfeldern ge- 
gründet. Die Anleihe wurde zur Verstärkung der Betriebsmittel, 
zum Ankauf von Maschinen und anderen Betriebseinrichtungen 
aufgenommen. Sie ist durch eine erste Hypothek gesichert. 
Am 18, November 1925 erfolgte die Auflegung von 7,5 Mill. $ 
einer 7 % .10-MilL-$-Anleihe der Gutehoffnungshütte 
‘Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb, 
Nürnberg und Gutehoffnungshütte Oberhausen A.-G.) zu dem 
niedrigen Emissionskurs von 91 %. Aus der Tatsache, daß die 
Anleihe vom 15. Oktober ‚datiert ist, wird man schließen können, 
laß sich die Auflegung stark verzögert hat. Für Holland wurde 
L Mill. $ reserviert, aber dort erst am 18. Dezember zu 91% % 
aufgelegt. Der zweite Abschnitt von 2,5 Mill. $ wurde in Neuyork 
am 11, Februar 1926 zu 92 % aufgelegt. Die Anleihe ist hypo- 
lhekarisch eingetragen hinter einer Hypothek von 3,26 Mill. $ für 
{ndustrie-Obligationen auf Grund des Dawes-Plans und hat eine 
Laufzeit von 20 Jahren. Als Zweck der Anleihe ist bezeichnet die 
Rückzahlung von Bankdarlehen, die Erhöhung des Betriebskapitals 
and die Gewährung von Vorschüssen an Tochtergesellschaften. 
Als solche werden erwähnt: Haniel & Lüg G. m. b. H., Düsseldorf; 
Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg A.-G., Maschinenfabrik Eß- 
lingen A.-G., Deutsche Werft A.-G., Hamburg. Durch einen 
Tilgungsfonds, in den vierteljährlich, beginnend mit 15. Januar 
1926, Einzahlungen zu leisten sind, werden jährlich 5 % der An- 
leihe durch Ankauf bis zu 105 % oder Auslosung zu 105 % getilgt. 
Außerdem ist die Gesellschaft berechtigt, zu jedem Zinstermin die 
Anleihe im ganzen oder teilweise zu 105 % mit 30tägiger Frist zu 
zündigen. 
Die Rhein-Elbe-Union (Gelsenkirchener Bergwerks- 
A.-G., Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-A.-G.; 
Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation), jetzt 
abenso wie die Thyssen-Hütte Gewerkschaft in die Vereinigte 
Stahlwerke A.-G. aufgegangen, nahm Ende Januar 1926 in Neuyork
	        
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