Boden aber auch zweimal oder öfter; jedenfalls muß es solange
fortgesetzt werden, bis das Erdreich vollständig durchgearbeitet
ist und eine breiige Konsistenz besitzt, dann erst hat es die
richtige Beschaffenheit. Zum Schluß wird der Sawah noch
mit einem gestielten Brett sorgfältig geebnet, damit nicht später
beim Überfluten das Wasser an einzelnen Stellen stehenbleibt,
andere aber nicht bedeckt. Jetzt erst, nach einer Bearbeitungs-
dauer von etwa 50 Tagen, ist der Sawah für das Auspflanzen
der Sämlinge bereit. — Auch in Italien bildet den Abschluß
der Bodenbearbeitung vor der Saat das sorgfältige Einebnen
des überrieselten Ackers; auch hier benutzt man dazu eine
2—3 m lange, 50 cm breite Bohle, die in Querlage durch ein
Pferd über den Boden geschleift und durch den auf ihr stehenden
Führer beschwert wird. Dieses einfache Instrument wird
„spianone‘* genannt (105, S. 53, Fig. 32).
Auf Java und in anderen Teilen des tropisch-asiatischen Reis-
baugebietes gibt es auch Sawahs, die nicht künstlich, sondern
nur durch aufgestautes Regenwasser bewässert werden. Mit der
Bearbeitung wartet man, bis der Westmonsun genügend Regen-
fälle gebracht hat, und der Boden hinreichend erweicht ist.
Fallen die Regengüsse während der Bearbeitung spärlich, so
muß man die Arbeiten in die Länge ziehen und solange warten,
bis das Erdreich die erforderliche Wassermenge erhalten hat.
Die künstlich bewässerten Reisfelder in den Tropen können
dagegen unabhängig von der Jahreszeit bebaut werden, wes-
halb man oft Felder in den verschiedensten Entwicklungsstadien
und in der Brache nebeneinander sieht. Auf den vom gestauten
Regenwasser abhängigen Sawahs kann nur nach Beginn der
Regenzeit gesät werden (121, S. 472).
3. Düngung.
Die Düngung der Reisfelder wird in den verschiedenen Teilen
des Reisbaugebietes sehr verschieden gehandhabt. In Burma,
auch auf den Philippinen werden nur die Saatbeete (s. unten
S. 49) gedüngt. Auf Java kennt man eine rationelle Düngung
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