fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

$ 3. Die Produktion. 
ısw. und außerdem noch von verarbeiteten Materialien, Halbfabrikaten 
sw., also mit einem Worte von materiellen Gütern, die schon selbst das 
rgebnis einer Produktion sind. Die Knappheit des in jedem Augen- 
lick vorhandenen Vorrats solcher Güter bildet eine neue Beschränkung 
er Möglichkeit der Güterproduktion. Man kann einwenden, daß, da 
jese Produktionsmittel selbst produziert werden können, eine bestimmte 
der selbständige Knappheit an ihnen nicht besteht. Die Produktion 
euer materieller Produktionsmittel nimmt aber Zeit. Der jeweilige 
orrat derselben bildet also ohne Zweifel in jedem Augenblick_eine 
estimmte Begrenzung des Umfangs der Produktion. 
Außerdem ist zu beachten, daß die Neigung, Produktionsmittel zur 
roduktion materieller Güter zu verwenden, die wieder nur der weiteren 
roduktion, nicht der unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung dienen sollen, 
elbstverständlich begrenzt sein muß, und daß in dieser Begrenzung 
uch auf die Dauer eine Begrenzung der Produktion von materiellen 
roduktionsmitteln und damit eine Begrenzung der Produktionsfähig- 
seit im allgemeinen liegt. Diese Begrenzung ist, wie wir im folgenden 
inden werden, in der Knappheit derjenigen persönlichen Leistung, die 
vir als Spartätigkeit bezeichnen, begründet. 
Schließlich bildet natürlich die Begrenzung der zur Verfügung 
tehenden menschlichen Arbeitskräfte eine selbständige, und zwar sehr 
Ilgemeine Begrenzung der Produktionsmöglichkeiten. 
Wir finden also, daß in der Knappheit der verschiedenen Produk- 
jonsmittel eine bestimmte Begrenzung der Möglichkeit, neue materielle 
üter herzustellen, liegt. (Durch die Produktion wird also die Knapp- 
eit der menschlichen Bedürfnisbefriedigung gar nicht aufgehoben, 
ondern nur auf die Knappheit der Produktionsmittel zurückgeführt. 
Die Produktionsmittel, besonders die menschlichen Arbeitskräfte, 
Önnen nun aber meistens in sehr verschiedenen Zweigen der Pro- 
uktion verwendet werden. Diese vielseitige Verwendbarkeit der Pro- 
uktionsmittel ist eine für die ganze menschliche Wirtschaft sehr be- 
eutungsvolle Tatsache. Die Knappheit einer besonderen Güterart ist 
ank derselben meistens nicht von einer absoluten Knappheit der zur 
erstellung des Gutes dienlichen Produktionsmittel bedingt, sondern 
estimmt sich nach der Menge der Produktionsmittel, die diesem_be- 
onderen Produktionszweig gewidmet werden, und ist somit in hohem 
rade relativ. Die relative Knappheit der verschiedenen Güterarten 
ängt dabei von der Verteilung der zur Verfügung stehenden Produk- 
jonsmittel auf die verschiedenen Produktionszweige ab. Diese Ver- 
eilung muß mit_ Rücksicht auf_die Knappheit der verschiedenen Pro- 
uktionsmittel einerseits und auf die Bedeutung der verschiedenen Be- 
ürfnisse andrerseits geregelt werden. Jede Wirtschaft wird, unter 
solchen Umständen wesentlich ein Wirtschaften mit_den_Produktions- 
mitteln, und eine vernünftige Leitung der Wirtschaft muß zu einem 
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