fullscreen: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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vollkommen. In geschliffenem Glas leisten die amerikani 
schen Werkstätten Hervorragendes und führen selbst bei 
verhältnismäßig teuren Preisen bereits jetzt nicht unerheb 
liche Mengen nach Europa aus. 
Auf der andern Seite ist der augenblickliche Inland- 
Bedarf auf manchen Produktionsgebieten ein so überragender, 
daß man an den Export überhaupt nicht denken kann. Dazu 
kommt, daß man vielfach in den mittleren Betrieben die 
richtigen Exportbeziehungen erst zu organisieren und auf 
zubauen anfängt. 
Auf die Frage, wie Deutschland wohl ohne amerikanische 
Rohbaumwolle auskommen wolle, ist diesseits mit der Gegen 
frage geantwortet worden, an wen die Amerikaner ihre 
Baumwolle verkaufen wollten, wenn Deutschland in abseh 
barer Zeit in der Lage wäre, sich in erhöhtem Maße aus 
altenProduktionsländern oder aus neuen Produktionsgebieten, 
nach Fertigstellung der Bagdadbahn, zu versorgen. „An 
niemanden,“ erwiderte mir ein New Yorker Kaufmann, „wir 
verarbeiten die Rohbaumwolle einfach selbst und werfen 
die Fabrikate auf den Weltmarkt.“ — Das ist eine jener 
„titanischen“ Übertreibungen, die sicher nicht ganz ernst 
genommen sein wollen. Ein in seinem Urteil abgeklärter, 
hervorragender Sachverständiger auf dem Gebiet des Baum- 
wollenwaren-Gewerbes sagte mir aber: „Wir könnten schon 
jetzt viele Artikel nach Europa bringen, mit Nutzen selbst in 
die durch Zölle geschützten Länder. Wir tun es aber nicht, da 
der europäische Kaufmann viel eigener ist, selbst bei billiger 
Ware, als seine Kollegen anderwärts. Er hat wohl mehr 
Zeit, die Waren zu prüfen und so etwaige Mängel heraus 
zufinden. Kleinigkeiten, gegen die er Einspruch erhebt, über 
sehen wir gewöhnlich, vielleicht weil die zum Grübeln und 
Fehlerfinden aufgewandte Zeit für uns größeren Wert hat, 
als eine Reklamation einbringen kann.“
	        
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