Contents: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

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im Süden des Landes: 22 Eisenbahngesellschaften be- 
saßen eine Streckenlänge von etwa 14500 Kilometer 
und arbeiteten unter der sogenannten Leitung der 
Richmond Terminal Company. Der Zusammenschluß 
war aber so wenig zweckentsprechend, es gab da einen 
derartigen Wirrwarr von Aktien, Vorzugsaktien usw., 
daß die Richmond Terminal als finanzielles Ärgernis 
allerersten Grades galt. Es herrschte ewig Streit 
zwischen den einzelnen Gesellschaften, denn es gab 
viele ungeschlichtete Interessengegensätze, jede Ge- 
sellschaft wahrte eifersüchtig ihre Rechte und be- 
anspruchte immer etwas mehr, als ihr zustand, Es war 
keine Stelle da, die diese Meinungsverschiedenheiten 
ordnen konnte, Die Richmond Terminal war ein 
Musterbeispiel für Wirrwarr und Unordnung, die ein- 
zelnen Gesellschaften führten Krieg‘ gegeneinander 
als ob sie nicht wüßten, daß sie vor dem Bankrott 
standen, und ihre Streitigkeiten waren wirklich nicht 
zu schlichten, wenn man allen Forderungen und Not- 
wendigkeiten gerecht werden wollte. 
Die Aktionäre wählten ein Komitee, um die 
Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen, aber das 
Komitee erlebte mitsamt seinen Plänen einen Zu- 
sammenbruch — und die Kurse der Papiere auch. 
Darauf wurde ein neues Komitee gewählt, diesmal 
unter der Leitung von Frederick P.. Olcott, dem Präsi- 
denten der New Yorker Central Trust Company. Es 
bemühte sich mehrere Monate lang, die Verbindlich- 
keiten und Ansprüche hin-‘ und herzuschieben, Ord- 
nung in die Menge von mehr als hundert verschiedenen 
Papieren zu bringen und Pläne für eine Umkapitali- 
sation aufzustellen, aber vergeblich. Im Sommer 1892 
wandte sich das Komitee an Morgan. Er sagte, er 
werde die Reorganisation nur unter einer Bedingung 
in die Hand nehmen, daß er nämlich nicht an irgend- 
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