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kapitals selbst, ohne dass dadurch dessen Weit vergrössert
würde. Diese Reserven gewinnen in dem Verhältnisse an
Bedeutung, als das Grundkapital an Wert verliert 1 ). Sie
behalten ihre ganze Beweglichkeit bis zum Momente, wo
das ürsprüngliche Grundkapital seine produktive Kraft ver
liert und sie an dessen Stelle treten müssen. Angenommen
nun, das für die lnstandstellung eines industriellen Unter
nehmens aufgewendete Grundkapital behalte seine er
werbende Kraft bis zum Ende der Gesellschaft bei, so ist
es klar, dass die Reserven nie an seine Stelle treten müssen,
und sie erst im Momente, wo es sich darum handelt, die
Einlagen der Aktionäre zu vergüten, eine Verwendung -
linden. Ihrer Verteilung zu irgendeinem Zeitpunkte oder
gleich im Momente, wo sie gebildet werden, steht nichts
im Wege 2 ), im Gegenteil, diese Verteilung ist eine Mass-
regel weiser und vorsichtiger Verwaltung 8 ). Die Amorti
sation kann beschleunigt und auf einen Teil der Lebens
dauer der Gesellschaft zusammengedrängt werden, ohne
dass das etwas ausmacht, es werden einfach grössere
Beträge abgeschrieben. Dadurch löst sich in vielen Fällen,
wo die Dauer der Gesellschaft zum voraus nicht genau
fixiert ist, die Amortisation des Grundkapitals von der
industriellen Amortisation ab und läuft selbständig neben
h Mais tantöt aussi la reserve se forme dans l’intdrieur du
Capital lui-meme sans augmenter l’ensemble de la richesse de l’eta-
blissement. Ce qui l’a fait perKtrer et lui donne aliment, c’est la
distribution economique des divers eRments de l’exploitation qui va
se modifiant graduellement, c’est une balance qui d’annöe en annee
porte en plus-value de fonds de roulement la moins-value d’usure
des machines et de l’outillage. Ce que pert le Capital fixe, c’est le
Capital circulant qui le gagne par compensation et il faut bien qu’il
en soit ainsi: Autrement l’entreprise serait en perle, ne disposant
plus au total de sa mise de fonds primitive.
2 ) Pliquet, 1. c., 41 ff.
3 ) Lyon-Casn et Renaud, 1. c., n° 563. L’amortissement des
actions n’est pas une nöcessite, c’est une mesure de prudence. Conf.
auch 1. c., Nr. 551.