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die jetzt lebenden Goulds die Methoden ihres Vaters fort-
setzen. Es läßt sich auch wohl annehmen, daß diese öffent-
lichen Enthüllungen nur Andeutungen von ausgedehnten
heimlichen Anschlägen und Unternehmungen sind, von
denen viele niemals öffentlich enthüllt wurden.
Wenn die Familie Gould nun auch, wie die Verhältnisse
liegen, langsam zu einer entsagenden Stellung in der Rang-
ordnung des Reichtums hinabsinkt im Vergleich mit dem
Vermögen und der Macht eines Rockefellers, so ist sie
trotz alledem noch ungeheuer reich. Vor vierzig Jahren
tat Jay Gould alles, was er konnte, um dem Gefängnis zu
entgehen; heute leben seine Kinder und Großkinder in
schimmernden Palästen.
Georgian Court in Lakewood, New Jersey, einer der
Wohnplätze George Goulds, ist sinnbildlich für ihren Glanz.
Das Hauptgebäude, im georgianischen Stil erbaut, ist
200 Fuß lang und 50 breit. Die große Haupteintrittshalle
ist 30 Fuß breit und 50 lang; an einem Ende befindet sich
ein von Marmorsäulen getragenes massives elliptisches
Treppenhaus aus Marmor und Bronze und am anderen Ende
ein prächtiger Marmorkamin. An drei Seiten der Halle
befindet sich eine 16 Fuß hohe und 80 Fuß lange Wand-
malerei — eine Darstellung der „Canterbury Pilger“ nach
Chaucer. Hundertundfünfzig Gehänge aus geschliffenem
Glas strahlen prismatische Farben von dem Kronleuchter
herab. Das Mobiliar dieser Halle im Stile Ludwigs XIV. glänzt
von Vergoldung und ist mit dunkelrotem Samt bezogen.
Dieser Palast enthält dreißig Zimmer für George Goulds
Familie und ihre Gäste. Selbst das Bettgestell, in welchem
George Gould schläft, kostet 25 000 Dollar. Und rund
herum um dieses graue und weiße Herrenhaus aus Ziegel-
mauvern, bedeckt mit grauem Stuck, befinden sich feenhafte,
italienische, tiefliegende Gärten voll Statuen und prächtigen
Springbrunnen. Verbunden mit dem Schloß ist ein mit
einem Kostenaufwand von 250000 Dollar erbauter Hof
mit einer mit Lohe gefüllten Reitbahn, einer Turnhalle,
mit Kegelbahnen und Ruhezimmern, mit einem bedeckten
Schießstand, einem großen Schwimmbad und türkischen
und russischen Bädern.