des Unheil entstanden. Das Schatzamt zog aus Chicago,
San Francisco und New Orleans seine letzten verfüg-
baren Vorräte zusammen. Aber es war weder Zeit
noch Gold vorhanden, um den unvermeidbaren Zu-
sammenbruch aufzuhalten.
Für einen so ehrenhaften und verantwortungs-
bewußten Beamten wie Präsident Cleveland kann man
sich kaum eine schlimmere Lage denken. Man konnte
unmöglich die Wahrheit an die Öffentlichkeit bringen,
aber gerade das wollte der Präsident unter allen Um-
ständen tun. Cleveland hatte sich aus der Natur seines
hohen Amtes eine Meinung gebildet, von der er nicht
abging, daß nämlich Hilfe unmittelbar vom Kongreß
und vom Volk kommen müsse. Er war eben kein
Finanzmann. Die verwickelten finanztechnischen Ur-
sachen, die schon die ganze Zeit am Werk waren, die
Stellung des Schatzamts zu unterminieren, die hohen
Devisenkurse, das geheimnisvolle Verschwinden des
Goldes, die langsame, aber unaufhaltsame Schwächung
des nationalen Kredits, der Zusammenbruch der nor-
malen Stützen der Währung — alles das war für
ihn genau so rätselhaft wie für die große Mehrheit
seiner Landsleute, die nicht Bankiers von Beruf waren.
Er meinte, der Kongreß könne und müsse der Ausgabe
von Schuldverschreibungen zustimmen, die — wenn
auch nur zeitweise — die Lage entspannen würde.
Am 28. Januar erhielt der Kongreß eine dringende,
besondere Botschaft vom Präsidenten, in der er
unter anderem sagte:
„Die große Schwierigkeit, die sich uns entgegen-
stellt, ist der weitverbreitete und ständig wachsende
Mangel an Vertrauen zu der Fähigkeit der Regierung,
ihre Verpflichtungen in Gold einzulösen.
Der einzige der Regierung offenstehende Weg, sich
Gold zu verschaffen, ist die Ausgabe und der Verkauf
»
Mordan
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